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Ostschweiz
Publiziert: 12.06.2018 / 10:16
Asiatische Stechmücken breiten sich in Graubünden aus

Seit 2016 führt das Bündner Amt für Natur und Umwelt ein Monitoring für Asiatische Stechmücken durch. Mittels Eierfallen werden dabei beispielsweise Tiger- oder Buschmücken erfasst. Die Ergebnisse des letzten Jahres weisen darauf hin, dass sich die Asiatischen Stechmücken in Graubünden weiter ausgebreitet haben.

Das Monitoring 2017 umfasste die Bündner Südtäler unteres Misox, unteres Bergell und Brusio sowie einzelne Rastplätze entlang der Autobahn A13 und einige Stichproben im Raum Chur und Landquart.

Die Ergebnisse zeigen laut einer Medienmitteilung: In den südlichen drei Misoxer Gemeinden hätten Tigermücken gegenüber 2016 zugenommen. In den erstmalig erfassten Gemeinden Bregaglia und Brusio sowie nördlich des San Bernardino wurden hingegen keine der potentiell krankheitsübertragenden Tigermücken registriert.

Tigermücke im unteren Misox

Bezüglich der asiatischen Tigermücke war beinahe jede zweite, der in den Gemeinden San Vittore, Roveredo und Grono ausgebrachten Fallen ein- bis mehrmals positiv. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Tigermücke in diesen drei Gemeinden gebietsweise potentiell etabliert ist, heisst es weiter.

Im Dorf Monticello (Gemeinde San Vittore) müsse definitiv von einer Etablierung ausgegangen werden. Die Fallen in den etwas höher gelegenen Gemeinden Cama, Bregaglia und Brusio sowie die Fallen nördlich des San Bernardino waren bezüglich der Asiatischen Tigermücke alle negativ.

Buschmücke auch nördlich der Alpen

Anders sieht die Situation betreffend der Asiatischen Buschmücke aus. Sie ist in allen überwachten Gemeinden mindestens einmal gefunden worden. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Buschmücke im südlichen Misox und weiteren Gebieten, auch nördlich der Alpen, lokal potentiell etabliert ist. Allerdings wird die Buschmücke nach Einstufung des Bundes als ein eher unbedeutender Vektor für die Krankheitsübertragung eingestuft.

Blumenvasen als Brutstätten

Das Monitoring wird seit Anfang Mai 2018 im gleichen Umfang weitergeführt. Die betroffenen Gemeinden werden angehalten die Bevölkerung über präventive Massnahmen zu informieren, wie zum Beispiel das regelmässige Trockenlegen kleiner Ansammlungen mit stehendem Wasser (Blumenvasen, Topfuntersetzer, Abfallbehälter usw.) Diese können den Mücken als Brutstätte dienen.

In den Gemeinden mit potentiell etablierten Tigermückenvorkommen sind abhängig von den aktuellen Erfassungsdaten aktive Bekämpfungsmassnahmen bei den Brutstätten vorgesehen.

pd/BauZ

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