Schweiz-International
Publiziert: 14.02.2018 / 13:28
8 Fakten zu Bio in Europa

Bio ist in Europa auf dem Vormarsch. Die Biofläche etwa ist auf fast 14 Millionen Hektaren angewachsen. Acht Fakten zum Biolandbau und -markt in Europa.

Auch im Jahr 2016 habe der europäische Biosektor ein starkes Flächen- und Marktwachstum verzeichnet, teilt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) am Mittwoch mit. Hier acht Fakten zu Bio in Europa:

  1. Spanien hat die grösste Biofläche

    2016 wurden in Europa 13,5 Millionen Hektar biologisch bewirtschaftet (Europäische Union: 12,1 Millionen Hektar). Mit mehr als 2 Millionen Hektar ist Spanien nach wie vor das Land mit der grössten Biofläche in Europa, gefolgt von Italien (1,8 Millionen Hektar) und Frankreich (1,5 Millionen Hektar).
  2. Biolandwirtschaftsfläche um fast eine Million Hektar ausgeweitet

    Die Biofläche nahm in Europa und in der Europäischen Union um fast eine Million Hektar zu, was einem Zuwachs von 6,7 Prozent in Europa und 8,2 Prozent in der Europäischen Union entspricht. Das Wachstum war höher als im Jahr 2015 und deutlich höher als in den ersten Jahren des laufenden Jahrzehnts. Im Jahr 2016 verzeichnete Italien über 300'000 Hektar mehr als im Jahr 2015 und Frankreich über 200'000 Hektar mehr.
  3. Liechtenstein hat den höchsten Bioanteil weltweit

    Die Biofläche macht in Europa 2,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche und in der Europäischen Union 6,7 Prozent aus. In Europa (und weltweit) weist Liechtenstein mit 37,7 Prozent den höchsten Bioanteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf, gefolgt von Österreich, dem Land in der Europäischen Union mit dem höchsten Bioanteil. Neun europäische Länder gaben an, dass mindestens zehn Prozent ihrer Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet wird.
  4. Über 370‘000 Bioproduzenten

    In Europa gab es mehr als 370'000 Bioproduzenten und in der Europäischen Union fast 300'000. Die Türkei ist das Land mit den meisten Betrieben (fast 68'000). Die Anzahl der Produzenten in Europa wuchs 2016 um 7 Prozent (10 Prozent in der EU).

  5. Starkes Wachstum bei Verarbeitern und Importeuren

    Es gab fast 66'000 Bioverarbeiter in Europa und knapp 63'000 in der Europäischen Union. Fast 4'700 Importeure wurden in Europa gezählt und fast 4000 in der Europäischen Union. Ein besonders starkes Wachstum verzeichneten die Importeure, die sowohl in Europa als auch in der Europäischen Union zweistellig zulegten. Das Land mit der grössten Anzahl an Verarbeitern war Italien (fast 17'000), während Deutschland die meisten Importeure aufwies (fast 1600).

  6. Einzelhandelsumsätze überschreiten in der Europäischen Union die 30-Milliarden-Euro-Marke

    Die Einzelhandelsumsätze in Europa beliefen sich auf 33,5 Milliarden Euro (38,7 Mia Franken) (30,7 Milliarden Euro bzw. 35.4 Mia Fr. in der Europäischen Union). Die Europäische Union stellt nach den Vereinigten Staaten den zweitgrössten Binnenmarkt für Bioprodukte in der Welt dar.
  7. Europäische Konsumenten geben mehr für biologische Lebensmittel aus

    In Europa gaben die Verbraucher pro Person 41 Euro (47,30 Fr.) für Biolebensmittel aus (Europäische Union: 61 Euro bzw. 70,40 Fr.). Die Pro-Kopf-Verbraucherausgaben für Biolebensmittel haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Die Schweizer gaben am meisten für Biolebensmittel aus (274 Euro pro Kopf)
  8. Biomarktanteile nähern sich in einigen Ländern der Zehn-Prozent-Marke

    Weltweit hat der Biolebensmittelabsatz in den europäischen Ländern den höchsten Anteil am jeweiligen Lebensmittelmarkt. Dänemark hat mit 9,7 Prozent den höchsten Bioanteil weltweit. Einzelne Produkte und Produktgruppen haben sogar noch höhere Anteile. Bio-Eier beispielsweise machen in mehreren Ländern mehr als 20 Prozent des Wertes aller verkauften Eier aus.

pd/jw

Zahlen von FiBL und AMI

Anlässlich der Biofach in Nürnberg, der Weltleitmesse für Biolebensmittel, stellen das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und Partner die Auswertung der Zahlen 2016 des europäischen Biosektors vor.

pd

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