Zentralschweiz
Publiziert: 04.05.2017 / 13:15
Schweizer Feigen: Eine einzigartige süsse Versuchung

Andrea und Stephan Stocker erschienen diese Woche im Innovationsnewsletter der Luzerner Regierung.

Die zwölf Feigenbäume, welche Andrea und Stephan Stocker im Jahr 2010 versuchsweise pflanzten, erfroren im ersten Winter. Doch sie schlugen wieder aus, denn "Feigenbäume sind fast nicht zu töten", weiss Stephan Stocker. Gleiches scheint für die Vision der innovativen Bauernfamilie zu gelten, denn bis zur erfolgreichen Ernte sollten sie noch einige Herausforderungen meistern müssen.

Von Profis gelernt
Doch der Reihe nach: Die Idee mit dem professionellen Feigenanbau kam Andrea und Stephan Stocker durch drei solche Bäume, welche schon die vorherigen Generationen mit den süssen Früchten versorgt hatten. Entgegen der landläufigen Meinung gediehen diese auch ohne eine schützende Hauswand prächtig und Freunde und Bekannte freuten sich jedes Jahr auf die Ernte. Nach dem ersten Rückschlag gedieh dann auch die Testpflanzung und brachte Erträge. Das Ehepaar Stocker hatte im Süden Italiens und vor allem Frankreichs den professionellen Feigenanbau erkundet, von intensivsten Plantagen bis hin zu Biobetrieben. 2012 setzten sie den Entscheid, 160 Feigenbäume zu pflanzen, in die Tat um. Trotz der milden Lage in Seenähe gediehen nicht alle der acht Sorten gleich gut, einige werden wohl demnächst ersetzt.

Ein nächster Meilenstein war der Einbau einer Bewässerungsanlage im Jahr 2015. "Davor machten wir das jeden Abend zu zweit, mit Gartenschläuchen", erinnern sich Stockers an unzählige Stunden Handarbeit. Feigenbäume hielten zwar Trockenheit gut stand, Wasser steigere aber die Erträge klar. Nachdem die Bewässerung funktionierte und eine vielversprechende Ernte winkte, kamen die nächsten Gegenspieler: "Die Vögel haben letzten Herbst entdeckt, dass die Feigen gut schmecken", gibt Stephan Stocker zu Protokoll.

ag

Ausführlicher Bericht in der BauernZeitung Zentralschweiz und Aargau vom 5. Mai.

Betriebspiegel Kirchweg

Andrea und Stephan Stocker, Greppen
LN: 10 ha
Tiere: 350 Freilandlegehennen, 6 Mutterkühe und Aufzucht von F1-Rindern, 12 Mutterschafe
Obst: 160 Feigenbäume, 140 Hochstammobstbäume

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