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Tierhaltung
Publiziert: 29.11.2017 / 06:38
Schafe entwurmen geht auch anders

Würmer sind bei den Kleinwiederkäuern ein Problem. Esparsette kann helfen.

Grangeneuve Letzte Woche fand in Grangeneuve FR eine Tagung über die Schafhaltung statt. Thema war die verstärkte Resistenzproblematik bei Parasiten und der Einsatz der Pflanze Esparsette als Alternative zum herkömmlichen Entwurmen.

Resistenzen gebildet

Steffen Werne vom Forschungsinstitut für biologische Landwirtschaft FiBL, stellte das Projekt mit der Esparsette vor. «Das Forschungsinstitut arbeitet schon länger an einer Alternative zum Entwurmungsmittel», hält Werne fest. Vor allem im Bereich der Magen-Darm-Würmer bei den Kleinwiederkäuern. Auf immer mehr Betrieben mit Ziegen und Schafen, könne aufgrund von 
Resistenzen kaum noch Entwurmungsmittel eingesetzt werden. «Mit dem Einsatz von Entwurmungsmitteln selektionieren wir auf resistente Würmer», sagte Werne. Er erwähnte jedoch auch, dass es viele vorbeugende Massnahmen gebe, um den Parasitendruck klein zu halten. So zum Beispiel robuste Rassen zu züchten, eine Selektion der Tiere oder ein gutes Weidemanagement. Der Druck der Magen-Darm-Würmer sei zwischen der vierten und sechsten Wochen nach Weidebeginn am höchsten. So empfiehlt es sich, eine Mähnutzung zwischen dem Bestossen der Weiden einzuplanen. Dadurch könne der Parasitendruck auf diesen Flächen reduziert werden. 

Hoher Eiweissgehalt

Esparsette ist ein Futterklee dem diverse positive Eigenschaften zugesprochen werden. Nebst dem hohen Eiweissgehalt enthält die Pflanze einen hohen Anteil an Tanninen. Dieser Gerbstoff bewirkt, dass Würmer im Körper der Tiere absterben und so der Druck auf den Weiden vermindert werden kann. Zurzeit wird Esparsette in der Schweiz kaum angebaut. Sie wurzelt sehr tief und kann sich kaum an nasse Bodenverhältnisse anpassen. Zudem erträgt die Pflanze den Winter nur mässig. Für das Weiden ist sie ebenfalls nicht geeignet, was die Verfütterung wieder erschwert.

Martina Schafer

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