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Publiziert: 16.12.2017 / 12:19
Korrekte Probeentnahme bei der Milch

Damit die Prüfergebnisse der gemessenen Milchproben realistisch sind, ist die Durchmischung der Milch eine wichtige Grundvoraussetzung. 

Die Suisselab AG in Zollikofen BE ist mit der Durchführung der öffentlich-rechtlichen Milchprüfung beauftragt. Am 1. Juni 2017 hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die neue Version der technischen Weisung für die Durchführung der Milchprüfung (MP) genehmigt. Neu sind die Erstmilchkäufer oder die von diesen beauftragten Stellen verantwortlich, dass die Proben für die MP korrekt und gemäss den geltenden Vorgaben entnommen werden. Die Einhaltung der Vorgaben zur Probenahme wird durch die Suisselab AG mit Arbeits- anweisungen unterstützt und stichprobenweise überprüft.

Jean-Rodolphe Stucki, "Agri" 

Details zu den Prozessen der Probeentnahme und -analyse finden Sie in der aktuellen Ausgabe der BauernZeitung unter der Rubrik Betrieb.

Tipps für die Milchproduzenten

Es ist im Interesse der Milchproduzentinnen und Milchproduzenten, dass die Ergebnisse der Milchprüfung den Qualitäts- und Gehaltsmerkmalen der abgelieferten Milch entsprechen. Die mit der Probenahme beauftragten Personen tragen die Verantwortung, dass die Proben gemäss den Vorgaben entnommen werden.

Die Milch durchmischen: 

Mit der Ablieferung von vorgängig gründlich durchgemischter Milch erleichtern die Produzenten eine repräsentative Probeentnahme. Daher soll bei der Hofabfuhr das Intervall-Rührwerk so eingestellt werden, dass die Milch regelmässig, optimalerweise alle 30 Min. während ein bis zwei Minuten, sorgfältig aufgerührt wird. Wird die Milch in eine Sammelstelle oder eine Käserei geliefert, soll sie vorgängig gründlich durchgemischt werden.

Bei der Hofabfuhr: 

Die AP-Geräte auf Milchsammelwagen werden regelmässig bezüglich Repräsentativität und Verschleppung geprüft. Diese Geräte gewährleisten sogar beim Abpumpen eines nicht homogenen Milchgemisches die Entnahme einer repräsentativen Probe. Wird die Milch jedoch über längere Zeit nicht aufgerührt, bleibt der Rahm, der auf dem Tankboden und im Absaugschlauch haften bleibt, unberücksichtigt. Aus diesem Grund sind die Rührwerke in Milchtanks mittels Intervallschaltung so zu steuern, dass die Milch regelmässig aufgerührt wird. Zudem sind die Chauffeure angehalten, die Rührwerke während dem Abpumpen der Milch einzuschalten.

Manuelle Probeentnahme: 

  • Milch aus Kannen: Die Milch ist vor der Probeentnahme mit der mitgelieferten Schöpfkelle gründlich aufzurühren. Wird die Milch nur einmal täglich abgeliefert, ist der Einsatz eines Kannenrührers wärmstens zu empfehlen. 
  • Milch aus fahrbaren Hofbehältern: Die Milch ist mit einem geeigneten Rührstock (z. B. Kannenrührer) gründlich aufzurühren. Die Probe ist anschliessend direkt mit der dafür vorgesehenen Schöpfkelle via die Öffnung aus dem Hofbehälter zu entnehmen. 
  • Milch aus stationären Milchtanks auf dem Hof: Die Durchmischung erfolgt mittels Rührwerk im Tank oder einem geeigneten Rührstock. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Durchmischung der Milch bei dieser Art der Probeentnahme oft unzureichend ist.
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