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Garten,Kochen
Publiziert: 14.11.2017 / 11:29
Die gesunde Knolle

Das dunkelrote Fruchtfleisch ist das Markenzeichen der Randen. Diese geben nicht nur optisch viel her, sie verfügen auch über starke innere Werte. 

Die rundliche, erdig bis leicht säuerlich schmeckende und mit der Zuckerrübe verwandte Wurzelknolle hat es in sich: Sie enthält hohe Mengen an Kalium, Natrium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Reich ist die zu den Gänsefussgewächsen gehörende Rande auch an Vitaminen und Folsäure. Letztere hilft bei der Zellteilung und stärkt die Herzkranzgefässe. Aufgrund der vielen gesunden Inhaltsstoffe verwundert es wenig, dass die Rande das Immunsystem stärkt, was gerade in der kalten Winterzeit von grosser Bedeutung ist. Ferner senkt sie den Blutdruck, regt den Appetit an und fördert die Verdauung.

Randen sind in der Küche vielseitig verwendbar: Sie können roh, gegart oder gekocht, als Salat, Eintopf, Suppe, in Essig eingelegt oder als Beilage zu Fleisch und Fisch genossen werden. Bekömmlich ist zudem auch Randensaft. Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, sollten Rande nur in Massen geniessen, da sie reich an Oxalsäure ist. 

Ursprünglich stammt die Rande aus dem Mittelmeerraum. Griechen, Römer und Ägypter schätzten sie sowohl als Gemüse- als auch als Heilpflanze. Im Mittelalter erfolgte der erste Anbau in der Schweiz. Die heutigen Speiseranden sind aber erst im 19. und 20. Jahrhundert entstanden. Charakteristisch für die Rande ist ihr purpurrotes Fruchtfleisch. Grund dafür ist der Farbstoff Betanin. Besonders beliebt ist der Randensaft bei der Lebensmittelindustrie, die ihn als natürlichen Farbstoff etwa bei der Herstellung von Himbeer- und Erdbeerjoghurt einsetzt. Was weniger bekannt ist: Es existieren auch Randensorten mit weissem oder gelbem Fruchtfleisch. Geschmacklich unterscheiden sie sich indes nur wenig. 

Randen sind trockenheitsresistente und anspruchslose Pflanzen, die zwischen April und Juni ausgesät und von August bis November geerntet werden. In den Verkaufsregalen sind Randen aus Schweizer Produktion aber das ganze Jahr verfügbar.

lid

Randen-Käse-Krapfen 

Für 4 bis 6 Personen 

Füllung: 200 g gekochte Randen, geschält, an der Bircherraffel gerieben; 200 g Gschwellti, geschält, an der Bircherraffel gerieben; 100 g Schinken, gehackt; 125 g Gruyère AOC, gerieben; 4 EL Rahm; 2 EL Thymianblättchen; Salz; Pfeffer aus der Mühle.

Teig: 2 rechteckig ausgewallte Butterblätterteige, je 350 g; ½ Ei, verquirlt, zum Bestreichen; 2 EL geriebener Gruyère AOC; 1 EL Thymianblättchen. 

Füllung: Alle Zutaten mischen, würzen. Teige flach auslegen, in je 8 Rechtecke schneiden. Füllung darauf verteilen, Teigränder mit wenig Ei bestreichen, zu Rollen formen. Mit der Verschlussseite nach unten auf das mit Backpapier belegte Blech legen. Teigenden einschneiden, mit Ei bestreichen, mit Gruyère und Thymian bestreuen. In der Mitte des auf 200°C vorgeheizten Ofens 20-25 Minuten backen. Krapfen heiss oder lauwarm servieren.

Quelle: www.swissmilk.ch/rezepte

lid

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