Landtechnik
Publiziert: 22.11.2016 / 09:32
Die Agrama 
setzt auf Qualität

Vom Donnerstag, 24. bis Sonntag, 28. November, ist wieder Agrama. Geschäftsführer Pierre-Alain Rom erklärt

im Interview, warum sich ein Ausflug an die Fachmesse lohnt, und was die Besucher(innen) in diesem Jahr 
erwartet.

Warum lohnt sich ein Ausflug an die Agrama?


Pierre-Alain Rom: Die Agrama ist die einzige nationale Fachmesse für die Land- und Forstwirtschaft. Bei uns ist jedes Landmaschinensegment vertreten, welches jeweils auch seine neuste Technik präsentiert. Wir haben auch in diesem Jahr über 250 angemeldete Aussteller. Die Beliebtheit der Agrama hängt sicher mit ihrem umfassenden Ausstellungsportfolio zusammen, das spezifisch auf die Land- und Forstwirtschaft ausgerichtet ist. Man findet an einem Ort die neusten Trends und Entwicklungen zum Thema Stallbau, Melktechnik, Maschinen, Digitalisierung usw.


Welche Besonderheiten erwarten die Besucher in diesem Jahr?


Wir haben die Produktepalette der Forsttechnik weiter ausgebaut. Alles, was mit Forsttechnik zu tun hat, kann ausgestellt werden. Zudem nimmt in jedem Bereich die computergestützte Technik zu, was auch dieses Jahr zu vielen Neuigkeiten geführt hat.

Ist ein Ausbau um eine andere Sparte denkbar?

Wir sind und bleiben eine nationale Fachmesse für die Land- und Forstwirtschaft. Alles, was es auf diesem Gebiet gibt, ist bei uns zu sehen. Die Bereiche der Landwirtschaft werden aber stetig ausgebaut, sodass es durchaus auch zu Erweiterungen in den Produktepaletten führen kann.


Das wirtschaftliche Umfeld der Landwirte wird zunehmend schwieriger. Wie reagieren die Händler?


Es ist eine Tatsache, dass die Anzahl Bauernbetriebe jährlich abnimmt. Und leider ist es auch absehbar, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Diejenigen Landwirte aber, die im Beruf bleiben werden, müssen investieren. Sie müssen unternehmerischer denken und handeln und mit der Zeit gehen. Auch die Händler bekommen diesen Druck zu spüren. Die Bauern verlangen von den Händlern viel, was dazu geführt hat, dass sich die Händler professionalisiert haben und ihre Effizienz bis auf die unterste Stufe gesteigert haben.


Tiefen Milchpreisen zum Trotz, bleibt die Agrama mit 50'000 Besuchern ein Publikumsmagnet. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?


Wir sind nicht nur im Ausstellersegment, sondern auch bei den Besuchern auf Qualität aus. Wir haben im Verlaufe der Jahre unsere Kunden gepflegt. Wir wollen nicht die grossen Massen anlocken, sondern informierte und interessierte Besucher mit Bezug zur Landtechnik. Und die sehen an der Agrama das, was sie sehen wollen. Die tiefen Milchpreise beeinflussen tatsächlich die Investitionskraft der Milchbauern. Sie bremsen aber die technische Entwicklung nicht und bremsen letztlich auch nicht die Notwendigkeit, in die neue Technik zu investieren, um auf diese Art Produktionskosten senken zu können und die Effizienz zu steigern. Genau diese Technik wollen unsere Aussteller zeigen und unsere Besucher sehen.


Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie in diesem Jahr?


Es wäre natürlich wünschenswert, dass wir mit den Besucherzahlen an die Erfolge der vorherigen Jahre anknüpfen könnten. Unser primäres Ziel ist aber nicht ein stetiges Besucherwachstum, sondern stabile Besucherzahlen. Ausserdem ist der Platz beschränkt. Noch mehr Besucher würde zwangsläufig weniger Bewegungsfreiheit bedeuten.

Interview Julia Overney

Mehr zur Agrama unter www.agrama.ch

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