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Zentralschweiz
Publiziert: 28.07.2014 / 11:34
OW: Nünalp-Hütte ist saniert

Mit viel Unterstützung, finanziell und personell, wurde das Gebäude auf der hochgelegenen Obwaldner Käsi-Alp saniert.

Die Nünalp auf der Höhe von 2130 m ü. M. ist eine der höchstgelegenen Alpen, wo noch Kühe gehalten werden und noch gekäst wird. Die Nünalp, als Hochalp, bildet zusammen mit der Voralp Stock auf 1515 m ü. M. eine alpwirtschaftliche Einheit. Die Alpen sind im Eigentum der Alpgenossenschaft Melchtal.


Keine Subvention für die Hochalp Nünalp


Rund 25 Kühe und 30 Rinder können während 80 Tagen auf der Voralp und während 5 bis 6 Wochen auf der Hochalp gehalten werden. Auf der Voralp Stock wurde bereits vor einem Jahr die Alphütte saniert (die «BauernZeitung» berichtete in der Ausgabe vom 8. November 2013 darüber).


Gleichzeitig wurden damals Vorbereitungen für die Sanierung der Alphütte auf der 600 Meter höher gelegenen Nünalp getroffen. Subventionen gab es für die Alphütte auf der Nünalp jedoch keine, weil man sich auf die Finanzierung des Gebäudes auf der Alp Stock konzentriert habe, wie von Martin Amgarten vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt zu erfahren war. Hilfe gab es von Coop Patenschaft.


Als Bewirtschafter dieser Alpen erhielten Josef und Claudia Michel zusammen mit Toni Spichtig, der auch einige Tiere auf diesen Alpen hat, Hilfe von Firmen, welche Lernende für Arbeiten freistellen. Dazu gab es Zusagen für Hilfe vom Zivildienst und von freiwilligen Helfern vom Dorf Melchtal und aus der Umgebung.

Bereits im Sommer 2013 war von der mit einer Strasse erschlossenen Voralp Stock zur Nünalp eine Seilbahn für Materialtransporte erstellt worden. Die eigentliche Bauphase mit teils bis zu 25 Helfenden dauerte von Mitte Mai bis Mitte Juli dieses Jahres.


Tier- und menschengerechte Behausung geschaffen


Dabei galt es die Grundmauern und Fundamente zu erstellen, alle Böden auszuheben und tiefer zu legen, einen Güllenbehälter und Mistplatz zu erstellen, Dachanpassungen vorzunehmen, die ganze Hütte mit neuen Türen und Fenstern zu versehen, den Schlafraum neu einzurichten und eine neue Feuerstelle einzubauen.


Während drei Wochen war ein Koch für das Essen zuständig, in der übrigen Zeit wurde es von Claudia Michel und Lisbeth Spichtig über die Seilbahn zugeliefert. Auch für die Verpflegung konnten viele Sponsoren gefunden werden.

Erleichtert über die gelungene Alphüttensanierung konnten die Bewirtschafter am 17. Juli das Vieh von der Voralp Stock zur Nünalp auftreiben, wo die Stallung nun tiergerecht ist und sich für die Älplerfamilie der Aufenthalt in jeder Beziehung verbessert hat.

Paul Küchler

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