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Schweiz-International,Bedarf
Publiziert: 21.11.2014 / 06:00
High-Tech auf dem Feld

In den USA werden Arbeitskräfte zunehmend durch moderne Technologien 
unterstützt und teilweise sogar ersetzt. Langsam erreicht der Trend auch die Schweiz.

Der moderne Landwirt  überwacht seine Landmaschinen von zu Hause aus. Er wertet Daten aus und organisiert die Arbeit so, dass sie möglichst effizient erledigt wird. Meldet der Fahrer eines Mähdreschers zum Beispiel eine Störung, kann der Bauer mit dem Servicetechniker Kontakt aufnehmen und Fahrer und Servicetechniker über das Internet miteinander verbinden. Störungen können so behoben werden, ohne dass die Maschine vom Feld geholt  werden muss.

Was sich anhört wie ein Film ist in den USA bereits Realität. Das sehr genaue - als Precision Farming bezeichnete - Arbeiten auf dem Feld werde auch in der Schweiz an Bedeutung gewinnen, ist Ivo Fausch von GVS-Agrar überzeugt. «Die Betriebe werden grösser und mit der technischen Unterstützung kann der Fahrer entlastet werden», sagt der Verkaufsleiter.

Neue Maschinen machen 
fast alles möglich

Möglich wird dies durch einen neuen Typ von Maschinen, die mechanische und digitale Eigenschaften verknüpfen. Während der Mähbalken das Soja zentimetergenau abschneidet, wird das Gefährt von einem satellitengestützten System in der Spur gehalten - mit einer Genauigkeit von zwei Zentimetern.

Auch das Wenden der Maschine übernimmt der Computer. Gleichzeitig werden Daten zu Dieselverbrauch und Erntemengen erfasst und dem Fahrer angezeigt, aber auch an den Computer im Büro des Bauern übermittelt. «So kann in Echtzeit die Erntetechnik optimiert werden», sagt Markus Bernhardsgrütter, Produktmanager bei Matra, der Schweizer Vertretung von John Deere.

Bald Standard, aber nur für grosse Betriebe

Um einen Traktor umzurüsten, müsse man derzeit mit etwa 15'000 Fr. rechnen, erklärt Ivo Fausch. Dabei ist es für ihn und für Markus Bernhardsgrütter  klar, dass die Preise in absehbarer Zeit sinken werden.

Spurführungssysteme würden bald zur Standardausrüstung neuer Maschinen gehören. Davon überzeugen kann man sich beispielsweise an der Agrama vom 27. November bis 1. Dezember in Bern. Dass man auf den Fahrer dereinst verzichten könne. schliessen aber Fausch und Bernhardsgrütter vorerst aus, zu gross sei das Unfallrisiko.    

Hansjürg Jäger
 

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