Bauernzeitung | Logo | Home
Bedarf_Dünger
Publiziert: 27.11.2014 / 14:09
Heu wird teurer

Der Schweizerische Raufutterverband (SRV) beschloss, den Heurichtpreis von 22 auf 27 Franken je 100 kg anzuheben. Dieser Richtpreis gilt für bodengetrocknetes Heu in Kleinballen und verladen ab Hof. Der Richtpreis für belüftetes Heu steigt um vier Franken auf 34 Franken, und gilt ebenfalls für Kleinballen, gepresst und verladen.

Die Futterversorgung wird vom SRV aktuell als gut beurteilt. Im Herbst lieferte der Handel Heu und Stroh an die Bauern aus, aber jetzt sei der Raufutterhandel flau, erklärt der SRV-Präsident Ruedi Zgraggen. Die Scheunen seien gefüllt mit viel Heu. Zu Winteranfang habe es ein grosses Angebot an Gras- und Maissiloballen, Zuckerrübenschnitzeln und getrocknetem Mais- und Graswürfeln.


Die SRV-Versammlung erhöhte den Richtpreis von Stroh, in Kleinballen gepresst und verladen um 2 auf 18 Franken je 100 g. Wegen der Regenfälle während der Getreideernte wurde viel Stroh auf dem Feld belassen, was das Angebot reduzierte.

Ein wichtiges Thema beim Heu- und Strohhandel sind die Margen des Handels für Transport und Organisation. In früheren Jahren galt als Faustregel, dass der Handel das Heu 10 ranken je 100 kg teurer liefert, als er es aufgeladen hat. Mit der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) steigen die Kosten, je weiter weg der Käufer vom Ladeplatz ist.

Deshalb beschliesst der SRV seit einiger Zeit keine Franko-Hof-Preise mehr. Die Lieferpreise unterscheiden sich stark von der Qualität des Futters, der bestellten Menge und der zu fahrenden Distanz bis zum Abladeort.

In Süddeutschland kostet Bodenheu in Grossballen bis 100 Euro je Tonne ab Platz. Dazu kommt ein Importzoll von 4 Franken je 100 kg seit dem 1. Oktober. Die Qualität des deutschen Heus ist in der Regel nicht vergleichbar mit Schweizer Heu. Süddeutsches Stroh in Grossballen kostet 70 bis 73 Euro je Tonne ab Platz. Auf unverarbeitetes Stroh wird kein Zoll erhoben.   

Hans Rüssli

Spannende Geschichten per E-Mail erhalten

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Landwirtschaft, unterhaltsame Videos, die neuesten Marktpreise und aktuelle Stellenangebote: Melden Sie sich jetzt kostenlos für den Newsletter an.

Ähnliche Artikel

Aufkleber verlangen keine Tierprodukte im Zug

In den Zürcher S-Bahnen waren heute Aufkleber zu sehen. Blau auf weiss stand darauf, dass Fahrgäste keine tierischen Produkte essen sollten.
20.02.2019

Rübenpflanzer schliessen sich zusammen

Nach den Westschweizer Rübenpflanzern am Dienstag haben ihre Kollegen aus der Ostschweiz heute entschieden: Die beiden Regionalorganisationen verlagern einen wesentlichen Teil ihrer Aktivitäten in den Schweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer.
20.02.2019

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.