Der Abstimmungssonntag vom 13. Juni mit für die Landwirtschaft äusserst wichtigen Vorlagen rückt schnell näher. Landesweit ist das Engagement der Bäuerinnen und Bauern, der landwirtschaftlichen Organisationen aber auch vieler Verbündeter gegen die extremen Agrar-Initiativen enorm. Der Einsatz und die Kreati-vität sind fantastisch. Ein grosses Dankeschön an alle! Es gab kaum je zuvor eine Volksabstimmung mit so grosser Bedeutung für die ganze Lebensmittelproduktion.

Fatale Auswirkungen

Eine Annahme der Trinkwasser- und/oder der Pestizidverbots-Initiative hätte fatale Auswirkungen auf die ganze Ernährungswirtschaft, den ländlichen Raum und schlussendlich die ganze Volkswirtschaft sowie die Gesellschaft. Deshalb gilt es, bis zur Abstimmung für ein doppeltes Nein zu kämpfen und alles zu geben.

Dieser Tage erhalten die Stimmbürger(innen) die Abstimmungsunterlagen.Die Kampagne zur Bekämpfung der beiden extremen Agrar-Initiativen kommt damit in die entscheidende Phase. Neben Überzeugungsarbeit braucht es jetzt auch eine beispielslose Mobilisierung. Um das Volks- und Ständemehr zu erreichen, sind wir auf jede Stimme angewiesen. Wir müssen das Stimmvolk nicht nur für das doppelte Nein gewinnen, sondern auch zur brieflichen Abstimmung oder zumUrnengang bewegen. Dazu braucht es Motivations-arbeit in der Familie, Nachbarschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis, bei Kunden und Geschäftspartner(innen) im Dorf und in der Stadt.Es gilt jede Gelegenheit zu nutzen!

Ausgangslage ist gut

Die Ausgangslage dafür ist gut: Die Bauernfamilien und die Landwirtschaft geniessen in weiten Teilen der Bevölkerung nach wie vor eine sehr hohe Grundsympathie. Darauf können wir aufbauen. Während die Befürworter der Initiativen auf die «Agrarlobby» schiessen, mit Angstmacherei und Übertreibungen operieren und sogar ihre Initiativen uminterpretieren, können wir faktenbasiert argumentieren.

Die Annahme der Initiativen hätte weniger einheimische Produktion, mehr Importe, mehr Food Waste, Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen sowie teurere Lebensmittel zur Folge. Besonders wertvoll ist es, wenn es gelingt, die Leute in Städten oder Agglomerationen zu gewinnen. Die Umfragen zeigen zudem, dass vor allem bei den Rentner(innen) der urbanen Gebiete noch viel Potenzial für Überzeugungsarbeit vorhanden ist. «Jede 2 × Nein-Stimme zählt» muss daher die Losung für die verbleibende Zeit bis zum 13. Juni sein.