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Zwei Motionen nehmen die Abwasserreinigung beim Gewässerschutz in die Pflicht

Einerseits sollen die erheblichen Stickstoffeinträge aus Kläranlagen reduziert werden und andererseits weniger Mikroverunreinigungen wie Reste von Medikamenten oder Chemikalien aus ARAs in die Gewässer gelangen.


In ihrer heutigen Sitzung hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) zwei Kommissionsmotionen zum Thema Gewässerschutz beschlossen:

1. Weniger Nitrat aus Kläranlagen

Der Bundesrat solle das Problem von Stickstoffeinträgen in Gewässer durch Abwasserreinigungsanlagen (ARAs) rasch angehen und Massnahmen zur deren Reduktion ergreifen.

Wie im Motionstext vorgerechnet wird, sind ARAs mit 18'300 Tonnen Nitrat pro Jahr für fast 36 Prozent der Nitrarteinträge in Gewässer verantwortlich, da die Stickstoff-Eliminierungsrate nur 47 Prozent betrage. Aus der Landwirtschaft stammen laut Agrarbericht 32'208 Tonnen Nitrat.

Während die Landwirtschaft deutlich am meisten Lachgas (N2O) und Ammoniak (NH3) freisetzt, steuert behandeltes Abwasser einen erheblichen Teil des Nitrats bei. (Grafik Bericht «Stickstoffflüsse in der Schweiz 2020«) 

2Massnahmen gegen Mikroverunreinigungen in allen ARAs

Die WAK-N fordert den Bundesrat dazu auf, die rechtlichen Grundlagen dazu zu schaffen, dass in allen rund 740 ARAs in der Schweiz Massnahmen zur Elimination von Mikroverunreinigungen betroffen werden müssen.

Um die Problematik von Mikroverunreinigungen (Rückstände von Medikamenten, Hormonen, Schwermetallen oder Chemikalien aus Industrie und Haushalten) ganzheitlich anzugehen, müsse man auch ARAs miteinbeziehen. 60 Prozent dieser Art von Gewässerbelastung stammen laut dem Motionstext aus Abwasserreinigung, Industrie und Gewerbe, 40 Prozent aus der Landwirtschaft. 

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