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Zuviel Ammoniak und Phosphor in Luzern: Umweltverbände reichen Aufsichtsbeschwerde ein

Der Kanton Luzern sei ein Extrembeispiel für zu hohe Ammoniak- und Phosphor-Emissionen aus der Landwirtschaft. Das Problem werde von den kantonalen Behörden zu wenig ambitioniert angepackt – auf Druck der «Agrarlobby».


Schon seit Jahren habe man darauf aufmerksam gemacht, dass in Luzern «viel zu viel « Ammoniak und Phosphor in die Umwelt gelange, schreiben Pro Natura, WWF, Bird Life und Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz in einer gemeinsamen Mitteilung. Nun reichen sie beim Gesamtregierungsrat eine Aufsichtsbeschwerde ein.

Verzögert und zu wenig ambitioniert

Die Luzerner Behörden hätten mit ihren Massnahmen in der Vergangenheit keinen Erfolg gehabt. «Unter Druck gesetzt von der Agrarlobby» habe es das Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement BUWD nicht gewagt, griffigere Massnahmen durchzusetzen und verzögerte zudem deren Inkraftsetzung. Die gesetzten Ziele zur Ammoniak- und Phosphor-Reduktion waren bisher aus Sicht der Umweltverbände zu wenig ambitioniert, um die Umwelt zu entlasten und die geltenden Gesetze des Bundes ein zuhalten.

Nachbessern oder es kommt ein Notfallplan

Die Umweltorganisationen fordern umgehend Nachbesserungen. Ansonsten werde man in Zusammenarbeit mit dem Bund einen Notfallplan zwecks Gesetzesvollzug erarbeiten. Nicht ausreichende Massnahmen zu beschliessen, komme einer Arbeitsverweigerung des zuständigen Departements gleich.

Nutztierbestände überdurchschnittlich und zu viel

Die Probleme wegen Überdüngung der Umwelt mit Stickstoff und Phosphor aus der Landwirtschaft sind laut Mitteilung im Kanton Luzern besonders ausgeprägt, da hier überdurchschnittlich viele Nutztiere gehalten werden – «mehr als Boden und Umwelt ertragen». 

Ebenfalls seit Jahren fordern die Umweltverbände daher eine Reduktion der Luzerner Nutztierbestände. 

Folgen von Ammoniak und Phosphor in der Umwelt

Die Umweltverbände listen verschiedene negative Auswirkungen der Überdüngung der Umwelt mit Ammoniak und Phosphor auf:

  • Über die Luft verfrachteter Ammoniak überdüngt Wiesen und Weiden, die in der Folge verfetten
  • Magerwiesen und Moore werden zerstört, die Biodiversität sinkt
  • Die Wurzeln von Bäumen werden geschwächt, gleichzeitig wachsen sie schneller
  • Wälder verlieren ihre Stabilität und Schutzfunktion
  • Ammoniak in der Luft führt zu Asthma oder Lungenkrankheiten über Feinstaubbildung
  • Phosphoreinträge belasten verschiedene Luzerner Seen und führen zu Algenwachstum, Sauerstoffmangel und Fischsterben. Seit bald 40 Jahren müsse man die Seen deshalb mit Steuergeldern «beatmen» 
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