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Zürcher Bauern enttäuscht von Forschung

Der Zürcher Bauernverband zeigte sich an der Pressekonferenz zum Martini-Tag enttäuscht von der Wissenschaft. Dem Frust über die mediale Berichterstattung im vergangenen Jahr will er offensiv begegnen.


von lid
Publiziert: 11.11.2019 / 16:43
Aus Sicht des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) stand die Landwirtschaft letztes Jahr im Zentrum einer orchestrierten, medialen Berichterstattung. "Wenn man die Zeitungen aufschlägt hat man das Gefühl, Bauern tragen die ganze Schuld an der Umweltbelastung. Das schlägt vielen Landwirten aufs Gemüt, einige wollen ihre Höfe nicht dem Nachwuchs übergeben", sagte Präsident Hans Frei an der diesjährigen Martinikonferenz.

Gleichzeitig beschuldigte er die Forschung, zu wenig praxisreife Lösungen für die Landwirtschaft zu bieten. "Heute sind die Analysen messerscharf, aber die Wissenschaft hat es verpasst, mit Praktikern zusammenzuarbeiten und so die grossen Fragen zu beantworten", sagte Frei. Die Zusammenarbeit sei aber da, Frei erwähnte das Ressourcenprojekt Pflopf, AgroCo2ncept Flaachtal und das Ressourcenprojekt N-Effizienz.

In Zukunft: offensive Kommunikation

In verschiedenen Informations-Videos klärt der ZBV nun seine Social Media-Follower auf. Ein Video zeigt auf, dass der gesellschaftliche Wandel inklusive des Ernährungswandels, der Zunahme von Mobilität, Arzneimittelkonsum und Mobilfunk auch ihre Spuren in der Umwelt hinterlassen. "Wir wollen nicht die Schuld von uns schieben, aber aufzeigen, dass auch andere Quellen die Umwelt belasten", betonte Geschäftsführer Ferdi Hodel.

Dass es den Fünfer und das Weggli nicht gebe, zeigt ein weiteres Informationsvideo, das die Zielkonflikte der Landwirtschaft aufgreift. Folgende Zielkonflikte sind darin aufgeführt:

  1. Flächenverfügbarkeit vs. Ernährungssicherheit
  2. Produktionsanspruch vs. Hilfsmitteleinsatz
  3. Romantik vs. Realität
  4. Tierschutz vs. Raumplanung vs. Lufthygiene
  5. Regional vs. Global
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