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Zuckeranbau: Alleine den Anbau zu optimieren oder eine Fabrik zu schliessen, reicht für die Zukunft nicht aus

Der Schweizer Zuckeranbau befindet sich seit der Aufhebung der Produktionsquoten in der EU in der Krise. Wie eine neue Studie nun zeigt, kann die Zuckerbranche ihre Zukunft nur sichern, wenn sie eine breite Palette an Massnahmen "unter Einbezug aller Partner" umsetzt.


Publiziert: 04.11.2019 / 11:30

Rund 4500 Landwirte bauen auf gut 18'000 Hektaren Zuckerrrüben an. Daraus entstehen jedes Jahr rund 250'000 Tonnen Zucker; 70 Prozent des Schweizer Bedarfs. Der Rest wird importiert. Es sind diese Importe, die der Zuckerbranche zu schaffen machen. Seit nämlich in der EU die Mengensteuerung im Zuckeranbau 2017 aufgehoben wurde, ist der Preis für Zucker abgestürzt.

Für die Zuckerrüben-Pflanzer waren deshalb sinkende Preise zur Folge, was wiederum die Anbaubereitschaft zurückgehen liess, was wiederum die Rübenmenge senkte und letztlich die Konkurrenzfähigkeit der Zuckerfabriken in Frage stellte. Es kam, wie es kommen musste: Die Zuckerbranche ersuchte politischen Flankenschutz. Einerseits indem der Einzelkulturbeitrag nicht wie geplant gesenkt sondern um 300 Franken auf 2100 Franken je Hektare erhöht wurde. Andererseits hat der Bundesrat per Januar 2019 einen Zoll von 70 Franken je Tonne Importzucker eingeführt. Beide Massnahmen sind bis 2021 befristet; die Zuckerbranche wurde nämlich im gleichen Zug verpflichtet, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Hohe Kosten machen der Branche zu schaffen

Um letzteres zu erreichen, hat die Zuckerbranche eine Studie in Auftrag gegeben. Diese soll die Zuckerwirtschaft und den Rübenanbau auf Optimierungspotenziale hin prüfen. "Die Resultate zeigen, dass die Zuckerwirtschaft im aktuellen Preis- und Kostenumfeld defizitär ist, obwohl die Zuckerproduktion bei vergleichbarer Auslastung mit der Kostenstruktur ausländischer Konkurrenz gut mithält", heisst es in der Medienmitteilung, die am Montag verschickt wurde. Deshalb liessen sich die wirtschaftlichen Probleme des Zuckerrübenanbaus und der Zuckerrübenproduktion in der Schweiz "mit reinen Optimierungsmassnahmen nicht lösen", so das Fazit.

Grund für diese Einschätzung ist laut Mitteilung insbesondere die kleinräumige Flächenstruktur der Schweizer Landwirtschaft. Hinzu kommen laut Studie hohe, aus den Gemeinkosten dem Zuckerrübenanbau zugeschlagene Maschinen- und Gebäudekosten.

Schliessung einer Fabrik würde nicht wirklich helfen

In der Studie wurde ausserdem untersucht, wie sich eine Schliessung einer der zwei Zuckerfabriken hätte aus "betriebswirtschaftlicher Sicht keinen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit der Schweizer Zuckerproduktion." Laut der Medienmitteilung würden mit einer Schliessung die grundsätzlichen Kostennachteile nicht gelöst werden können; die Logistikkosten würden stattdessen stark ansteigen und letztlich etwaige Mehrerträge aus einer besser ausgelasteten Produktion überkompensieren.

Die Studie zeige zudem deutlich, dass die Rübenproduzenten auf die tieferen Preise reagieren. "Ein weiter sinkender Rübenpreis hätte einen starken Flächenrückgang zur Folge", heisst es in der Mitteilung.

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