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WWF-Studie fordert deutliche Senkung des Fleischverzehrs

Die steigende Weltbevölkerung und das tendenziell knapper werdende Angebot an verfügbaren Ackerflächen machen eine Reduzierung des Fleischbrauchs zu Gunsten einer ressourcenschonenderen Landwirtschaft notwendig. Industriestaaten wie die Schweiz und Deutschland haben dabei wegen ihres hohen Bedarfs an importierten Futtermitteln eine besondere Verantwortung. Zu diesem Resultat kommt eine WWF-Studie.


Publiziert: 05.04.2015 / 06:20

Wie die WWF-Referentin für Nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, Tanja  Dräger  de Teran, erklärte, hinterlassen die heutigen Ernährungsgewohnheiten und Produktionsbedingungen der westlichen Industriestaaten tiefe Spuren in der Natur. So importiere Deutschland jährlich große Mengen an Soja für Futterzwecke, die in Herkunftsländern wie Brasilien oder Paraguay Flächen beanspruchten und dort die natürlichen Ressourcen angriffen. Auch in Deutschland führten diese Einfuhren zu Problemen wie Nährstoffüberschüssen in viehstarken Regionen und Artenverlust, warnte Dräger de Teran, die für einen ressourcenschonenderen Ansatz bei der Produktion und Verbrauch von Lebensmitteln warb.

Nach Angaben des WWF beansprucht jeder Deutsche für seine Ernährung jährlich durchschnittlich 1 562 m² Ackerfläche, wovon ein beachtlicher Teil im Ausland liegt und beispielsweise für den Anbau von Soja verwendet wird. Laut der neuen WWF-Studie „Das große Fressen“ wird sich die weltweit pro Person verfügbare Ackerfläche jedoch bis 2050 auf 1 166 m² pro Person und Jahr verringern. Wegen der höheren Flächeneffizienz plädieren die Autoren der Studie deshalb für eine stärkere Ausrichtung der menschlichen Ernährung auf pflanzliche Grundlagen und eine Reduzierung von tierischen Produkten auf dem Speisezettel.

AgE

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