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WWF-Report: Massiver Schwund bei vielen Tierbeständen zeigt «totales Systemversagen»

Um mehr als zwei Drittel sind zahlreiche Tierbestände weltweit in den vergangenen Jahrzehnten geschrumpft. Der Rückgang bei rund 21'000 beobachteten Populationen beträgt zwischen 1970 und 2016 im Durchschnitt 68 Prozent.


Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Living Planet Report 2020 der Umweltstiftung WWF und der Zoologischen Gesellschaft London hervor. Entwaldung, nicht nachhaltige Landwirtschaft und der illegale Handel mit Wildtieren seien einige der Ursachen für den Rückgang, schreibt WWF Schweiz in einer Mitteilung.

Weitere Verschlechterung gegenüber Vorjahr

Der Wert hat sich im Vergleich zur vergangenen Ausgabe des Berichts von 2018 weiter verschlechtert. Einbezogen wurden nun Bestände von mehr als 4400 bedrohten und nicht bedrohten Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Tierwelt, denn Insekten wurden nicht einberechnet.

Ein «Totales Systemversagen»

Der WWF spricht von einem neuen Tiefpunkt bei der biologischen Vielfalt. «Der gravierende Rückgang der untersuchten Bestände wildlebender Tierarten ist ein Warnsignal unseres Planeten für ein totales Systemversagen», sagte Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz, gemäss der Mitteilung. Der Mensch habe die Macht, die Natur zu zerstören - oder aber zu erhalten.

Direkte Auswirkungen auf Ernährungssicherheit

«Von den Fischen in unseren Ozeanen und Flüssen bis hin zu den Bienen, die eine entscheidende Rolle in unserer landwirtschaftlichen Produktion spielen: Der Rückgang der Wildtierbestände wirkt sich direkt auf die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen aus», sagte Vellacott.

Als besonders gefährdete Tiere nennt der WWF den Östlichen Flachlandgorilla im Kongo, Lederschildkröten in Costa Rica und Störe im Jangtse - bei den letztgenannten liege der Rückgang seit 1970 bei 97 Prozent.

Handeln ist bitter nötig

Als Ursachen für den fortschreitenden Rückgang einer grosser Zahl von Wildtierbeständen nennt der WWF vor allem die Entwaldung, nicht-nachhaltige Landwirtschaft und der illegale Handel mit Wildtieren. Diese Punkte würden auch zur Entstehung von Zoonosen wie Covid-19 beitragen, heisst es in der Mitteilung. 

Weitere Verschlechterung verhindern

Ohne weitere Anstrengungen gegen den Verlust und die Verschlechterung von Lebensräumen werde die Biodiversität weiter abnehmen, warnt der WWF. Das zeigen neuste wissenschaftliche Vorhersage-Modelle. Für eine Stabilisierung oder Verbesserung der Situation brauche es «mutige und ehrgeizige Naturschutzanstrengungen» – sprich eine «Transformation der Nahrungsmittelproduktion und des Konsums». 

Folgende Massnahmen sind laut WWF notwenige Veränderungen:

  • Effizientere und ökologisch nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion
  • Reduktion der Lebensmittelverluste (Food Waste)
  • Förderung einer gesünderen und umweltfreundlicheren Ernährung

Der WWF hofft nun auf die kommende Woche anstehende 75. Generalversammlung der Vereinten Nationen, wo die Fortschritte bei den Zielen der nachhaltigen Entwicklung, dem Pariser Abkommen und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) überprüft werden sollen. 

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