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Wohnungsbau in der Landwirtschaftszone

Hat man ein Projekt im Kopf, gilt es die Bewilligung einzuholen und die Finanzierung sicherzustellen.


Zollikofen Gebäude in der Landwirtschaftszone sollen sinnvoll genutzt werden. Was macht man aber, wenn diese nicht mehr gebraucht werden? Hier stellt sich oft die Frage, ob diese Liegenschaften auch für Wohnraum in Frage kommen könnten.

Möglichkeiten prüfen

Bei landwirtschaftlichen Gewerben sind betriebsnotwendige Wohnungen für die Betriebsleiterfamilie möglich. Bedingung hierfür sind die dauerhafte Anwesenheit des Betriebsleiters, welche für den Betrieb unentbehrlich ist und ein Bau in der Bauzone nicht zumutbar ist. Weiter muss der Betrieb längerfristig bestehen können und es darf keine unerwünschten Auswirkungen verursachen, wie beispielsweise durch die Erschliessung oder das Parkieren. Ein Neubau von Wohnungen in der Landwirtschaftszone ohne den gewerblichen landwirtschaftlichen Bezug ist nicht möglich. So können nur bestehende Bauten erhalten oder zum Teil moderat erweitert werden. In jedem Fall muss das äussere Erscheinungsbild gewahrt werden. Bauten, welche vor dem 1. Juli 1972 rechtmässig erstellt wurden, können innerhalb vom bestehenden Volumen um 60 Prozent bis maximal 100 Quadratmeter erweitert werden. Massgebend ist die Wohnfläche, welche am 1. Juli 1972 vorhanden war. Bei diesen Bauten ist auch ein Abbruch und Wiederaufbau möglich.

Wohnbauten, die nach dem 1. Juli 1972 für landwirtschaftliche Zwecke erstellt wurden, können für das zeitgemässe Wohnen umgebaut werden. Eine Ausdehnung für das zeitgemässe Wohnen auf eine Fläche von zirca 100 Quadratmeter ist ebenfalls möglich. Vorzugsweise wird dies im bestehenden Gebäudevolumen realisiert. Ein freiwilliger Abbruch und Wiederaufbau ist nicht gestattet.

Sollen wir bauen?

Neben der Bewilligungsfähigkeit eines Wohnbauprojekts stellt sich die Frage, ob dies überhaupt Sinn ergibt. Dabei ist zu überprüfen, ob das Wohnen an der betreffenden Stelle langfristig sinnvoll ist – wird die Wohnung selber bewohnt oder fremd vermietet? Hierbei spielen die Lage und die Region mit dem vorhandenen und dem zukünftigen Wohnungsmarkt eine wichtige Rolle. Ist man sich darüber im Klaren, kann auch der Ausbaustandard bzw. das Preisniveau abgeschätzt werden. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Kosten bzw. auf den Mietzins, was einen wichtigen Punkt für das Budget darstellt.

Ein Bauprojekt muss finanzierbar und tragbar sein. Die Baukosten müssen veranschlagt werden. Dabei sind sämtliche Kosten zu berücksichtigen. Bei der Finanzierung wird geprüft, ob die nötigen Finanzmittel für das Bauprojekt vorhanden sind oder aufgenommen werden können.

Tragbarkeit berechnen

Meistens setzt sich die Finanzierung aus verschiedenen Geldmittel zusammen, weshalb ein Investitions- und Finanzierungsplan sinnvoll ist. Aus dem Investitions- und Finanzierungsplan können der Schuldzins und die Tilgung berechnet werden, welche für die Tragbarkeitsberechnung benötigt werden. Mit der Tragbarkeit wird untersucht, ob die laufenden Kosten mit dem Einkommen gedeckt werden können. Anstelle der Tragbarkeit werden bei Eigenheimbesitzer die Kosten für das Wohnen zum Haushaltseinkommen ins Verhältnis gesetzt, welches nicht höher als ein Drittel sein soll. Stellt sich heraus, dass das Wohnbauprojekt zu teuer ist, kann das Bauprojekt angepasst werden, indem günstiger oder weniger gebaut wird. Kann kein befriedigendes Projekt ausgearbeitet werden, sollen Alternativen gesucht werden. Ist die Bewilligung und die Finanzierung geklärt, kann das Wohnbauprojekt im Detail ausgearbeitet werden. Dieser Schritt verursacht Kosten, weshalb dieser Aufwand erst dann betrieben werden soll, wenn das Projekt auch realisiert werden kann. Woran muss man bei einem Bau denken?

  • Eigene Bedürfnisse klären und den Wohnungsmarkt in der Region betrachten.
  • Projektmöglichkeiten betreffend Bewilligung in Erfahrung bringen.
  • Kosten und finanzielle Mittel aufeinander abstimmen.
  • Im Rahmen der Möglichkeiten das Projekt ausarbeiten.
  • Die Kosten und die Ziele bei der Durchführung im Auge behalten.

Mehr über Wohnugnsbau lernen

Am Donnerstag, 6. Februar (9 bis 16.30 Uhr), findet am Inforama Rütti in Zollikofen BE ein Kurs zum Thema Wohnugnsbau in der Landwirtschaftszone statt. Anmeldung unter: inforama.waldhof@be.ch (mit Stichwort Wohnbauten in Landwirtschatszone).

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