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Winzer fürchten AOP

Geht es nach dem Willen des Bundes gilt für Wein künftig das strengere AOP statt AOC. Die Winzer fürchten, ihre traditionellen Wein-Namen nicht mehr verwenden zu dürfen.


Publiziert: 09.03.2019 / 09:35

Die Reben von Winzer Markus Lampert liegen zum Teil in Maienfeld, zum Teil in Fläsch. Derzeit ist ihm ein Mischungsverhältnis von 60 zu 40 Prozent für seinen AOC-Wein erlaubt. Er fürchtet, dass er nach Plänen des Bundesrates seinen Wein künftig nicht mehr als Maienfelder verkaufen dürfte. Denn die Regierung schlägt vor, dass für Wein künftig nicht mehr AOC, sondern das strengere AOP gelten soll. Andere Winzer gehe davon aus, dass sie den Wein künftig nicht mehr nach dem Kanton benennen dürfen, wenn er in einem anderen Kanton gekeltert wird.

Falsch sagt Alain Farine von der Schweizerischen Vereinigung AOP-IGP. Es stimme beispielsweise nicht, dass es Schaffhauser Winzern verboten wäre, ihren Wein unter AOP zu verkaufen, nur weil die Trauben beispielsweise im benachbarten Winterthur gekeltert würden. 

Pierre Schauenburg vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) verweist auf die relative Autonomie der Produzentengruppen. Der Bund legt zwar Grundanforderungen fest, die Pflichtenhefte können die Gruppen aber selbst ausgestalten. "Es ist durchaus möglich, einen Verarbeitungsbereich weiter zu fassen, wenn sich dies geschichtlich so entwickelt hat", so Pierre Schauenberg.

"Wenn heute gesagt wird, Schaffhauser Trauben dürften auch im benachbarten Kanton Zürich gekeltert werden und könnten dennoch als AOP Schaffhausen gelten, dann ist das für uns neu", sagt Beat Hedinger, Geschäftsführer von "Schaffhauser Blauburgunderland". "In den Gesprächen mit den Damen und Herren aus Bern war von solchen Zugeständnissen nie die Rede. Entsprechend fiel unsere Vernehmlassung aus."

Die Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ ist am 6. März abgeschlossen worden. Das Parlament äusserst sich voraussichtlich nächstes Jahr dazu.

lid

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