Ganze fünf der neun einheimischen Spechtarten sind am Zürcher Hönggerberg zu Hause. Dorothee Häberling weiss ganz genau, wo sie wohnen. 1999 hat die Lehrerin und Hobby-Ornithologin nämlich angefangen, die Spechthöhlen zu katalogisieren. Sie wollte wissen, wer in welchem Baum zu Hause ist, um den Kindern in der Waldschule etwas bieten zu können.

Zwanzig Jahre später ist sie eine echte Specht-Expertin und weiss allerhand Anekdoten über die fleissigen Trommler zu erzählen. Ihr Wissen teilt sie regelmässig mit interessierten Naturfreundinnen und Naturfreunden auf Rundgämngen und Exkursionen. Für die «TierWelt» stellt sie die fünf Arten selber vor.
[IMG 2-6]

Der Buntspecht

(Dendrocopos major)
Die häufigste Spechtart in der Schweiz. Weit verbreitet und ohne grosse Ansprüche an seinen Lebensraum.
Länge:     22-23 cm        
Gewicht:     70-90 g
Bestand CH:     70’000-90’000 Brutpaare

[IMG 7]

Der Schwarzspecht 

(Dryocopus martius)
Grösster einheimischer Specht. Farblich mit rotem Schweitel unverkennbar und ruffreudig. 
Länge:     40-46 cm        
Gewicht:     300-350 g
Bestand CH:     6000-9000 Brutpaare

[IMG 11]

Der Grünspecht

(Picus viridis)
Laut lachender Ruf. Dank langer Zunge mit Widerhaken auf Ameisen spezialisiert.
Länge:     31-33 cm        
Gewicht:     180-220 g
Bestand CH:     10’000-17’000 Brutpaare

[IMG 8]

Der Mittelspecht

 

(Leiopicus medius)
Auf alte Eichen angewiesen. Durch grösseren roten Scheitel vom Buntspecht zu unterscheiden.
Länge:     20-22 cm        
Gewicht:     50-80 g
Bestand CH:     1700-2100 Brutpaare

[IMG 10]

Der Kleinspecht 

(Dryobates minor)
Kleinste Art Europas. Männchen macht in der Balzzeit Schauflüge von Baum zu Baum.
Länge:     14-15 cm        
Gewicht:     18-22 g
Bestand CH:     1500-3000 Brutpaare

[IMG 9]