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Wie weiter mit der Kampagne gegen die Initiativen? «Die Betroffenheit sichtbar machen»

Der Leiter der 2x Nein-Kampagen Urs Schneider über den Stand der Dinge und die Pläne für die letzten zwei Monate vor der Abstimmung.


Es geht noch zwei Monate bis zur Abstimmung über die beiden Agrar-Initiativen, der Abstimmungskampf ist aber schon voll im Gang. Laut dem Kampagnenleiter Urs Schneider schreckten die Initianten nicht vor Angstmacherei und Falschinformationen zurück. Im Gespräch erklärt er, was nun gefragt sei.

Was läuft aktuell bei der nationalen Abstimmungskampagne?

Urs Schneider: Nach unserer vorgelagerten Fahnenaktion haben wir seit der Lancierungsmedienkonferenz am 9. März in überregionalen Medien bereits verschiedene ganzseitige und viertelseitige Inserate geschalten. Damit wollen wir die frühe Meinungsbildung mitbeeinflussen. Zudem sind wir seither auch auf Social Media sehr aktiv. Dabei sprechen wir unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Botschaften auf Facebook, Instagram und Twitter an. Erfreulich ist, dass sich auch Bäuerinnen und Bauern an denDiskussionen dort beteiligen. Das ist sehr hilfreich und glaub-würdig.

Sind die Kommentarschreibenden dort nichtunbelehrbare Extremisten?

Jein. Wenn jemand krasse haltlose Behauptungen oder Beleidigungen von sich gibt, lässt er sich kaum überzeugen. Aber man darf die passiven Nutzenden nicht vergessen. Diese schreiben selbst nichts, lesen aber, was die anderen schreiben. Für diese ist es wichtig, dass falsche Aussagen richtiggestellt werden und die Betroffenen selbst sich zu Wort melden.

Und wie sieht die Planung für die kommenden Wochen aus?

Mitte April starten wir mit Online-Bannern in News- und anderen Onlinekanälen. Ab Mai sind wir dann an bezahlten Standorten im urbanen Raum und den Agglomerationen präsent. Ab dann sollten die Bauernfamilien auch die unbezahlten Standorte bestmöglich bespielen. Die über die kantonalen Bauernverbände erhältlichen Tafeln und Blachen sollten an möglichst prominenten Standorten stehen. Die Einfahrtsachsen aller Ortschaften sollten ausgerüstet sein.

Der Gegenwind ist massiv. Was kann man sonst tun?

Die lokalen Bauernfamilien müssen sich den Stimmbürger(innen) zeigen, ihre Betroffenheit erläutern und Aufklärungsarbeit leisten, daran führt kein Weg vorbei. Es sollte in jeder Ortschaft irgendeine Aktion vorgesehen werden. Das kann eine Standaktion sein, an der man Flyer und zum Beispiel ein Produkt abgibt. Flyer stellen wir ebenfalls zur Verfügung. Wir stellen auf der Kampagnenwebsite auch eine Vorlage für ein Flugblatt zur Verfügung. Das kann man individuell oder von mehreren Bauernfamilien im Dorf unterzeichnet ausdrucken und in die Briefkästen verteilen. Oder ein Landschaftselement an einer prominenten Stelle mit der Blache und einer Zusatzbotschaft wie «Wir Bauernfamilien aus X möchten weiterhin für euch lokale Lebensmittel produzieren. Danke für 2 × Nein zu den extremen Agrar-Initiativen.» Das kann man auch fotografisch festhalten, zum Beispiel mit den Bauernfamilien ebenfalls im Bild, für die lokale Presse oder die Sozialen Medien. Die Bevölkerung muss die Betroffenheit sehen. Die kantonalen Bauernverbände und – im Bereich Social Media – auch wir unterstützen bei Bedarf gerne.

Haben Sie weitere Empfehlungen an die Bauernfamilien?

Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Bevölkerung aufzuklären. Diese ist unterdessen stark verunsichert. Wir müssen ihnen zeigen, was die Initiativen bewirken: Weniger regionale Produkte, mehr Importe, teurere Lebensmittel und mehr Food Waste. Sie sollen erkennen, dass sie den Bauernfamilien vertrauen können. Wir alle wollen sauberes Wasser, fruchtbare Böden und gesundes Essen.Gerade mit der Trinkwasser-Initiative erreichen wir dieses Ziel nicht.

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