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Wie vor 100 Jahren im Wald gearbeitet wurde – und wie das heute geht

Sägen von Hand, Holztransport mit dem Pferd und Knieschoner statt schnittfester Kleidung: Zum Tag des Waldes am 21. März blickt der Verband Wald Schweiz auf sein 100-jähriges Jubiläum zurück und zeigt historische Bilder aus der Arbeit im Forst.


Seit 100 Jahren ist der Verband Wald Schweiz als Vereinigung von heute rund einer Viertelmillion öffentlicher und privater Waldeigentümer und Forstprofis aktiv. In dieser Zeit hat sich viel verändert – gesellschaftlich, ökologisch und wirtschaftlich, wie die folgenden Bilder aus dem Archiv von Wald Schweiz zeigen. 

Zwei Männer im Wald

Auf diesem Bild von 1933 fällen zwei Forstarbeiter mit einer Säge gemeinsam einen Baum. 

Wurde früher noch jeder Baum mühsam von Hand durchgesägt, sind heute moderne Vollernter im Einsatz. Diese sind gemäss Wald Schweiz zwar beeindruckende Maschinen, schaden dem Forst aber nicht. Um dies sicherzustellen, fahren die Gefährte auf definierten Rückegassen, die mit einem Teppich von Ästen bedeckt sind. So werde der Boden vor dem hohen Gewicht geschützt. Zusätzlich reguliere man den Reifendruck und achte auf die Witterung.

Suva-konform sah anders aus

Eine Zwimannrotte zieht 1938 in den Wald.

Wenn heute im Wald gearbeitet wird, tragen die Forstarbeiter schnittfeste Hosen, Handschuhe und einen Helm mit Visier. Zur Ausrüstung gehören ausserdem ein Gehörschutz und feste Schuhe sowie Kleidung in Signalfarbe. Angesichts der Gefahren beim Hantieren mit der Motorsäge, den grossen Maschinen und den vielen Beschäftigtem im Wald (die Forst- und Waldwirtschaft bietet 100'000 Arbeitsplätze, wovon viele Ausbildungsstellen) eine sinnvolle Unfallprävention. Früher sah man das noch etwas anders und rückte mit Knieschonern und wollener Uniform in den Wald aus.  

Stolz auf dem dicken Stamm

Winterlicher Holztransport per Pferd.

Die ältesten Bäume im Schweizer Wäldern sind 1'500 Jahre alt. Auch dieser dicke Stamm dürfte eine beachtliche Anzahl Jahrringe vorzuweisen haben. Und die Pferde haben einiges zu schleppen, zumal die stolzen Fäller auf dem Baum fürs Foto posieren. Heute erfolgt der Transport von Holz in der Regel mit Maschinen, im steilen Gelände muss auch mal eine Seilbahn oder ein Helikopter genutzt oder ein Seilzug installiert werden. Aber es gibt es noch, das Holzrücken per Pferd. und man misst sich bei einer Meisterschaft. Der amtierende Schweizermeister ist Kobi Furrer aus Romoos

Holz war und ist multifunktional

1934 ist ein Lastwagen mit einem Imbert-Generator, der mit Holzbetrieben wird, unterwegs. 

Die Benzinrationierungen im Zweiten Weltkrieg befeuerten – buchstäblich – die Verwendung von alternativen Kraftstoffen wie Holz und Holzkohle. So fuhren sogar LKWs mit Holzantrieb herum. Noch heute ist Holz als Energieträger beispielsweise für Heizungen nicht wegzudenken. Sieht man im Wald einen grossen Haufen mit Ästen und Stämmen von minderer Qualität, steht  man vor zukünftigem Heizmaterial: Es handelt sich um einen Hackholzpolter, der früher oder später gehäckselt wird. Lange gerade Stämme lagert man ebenfalls bis zum Abtransport im Wald. Sie gelangen in Sägereien und werden Baumaterial. Sie sind damit Teil der vier bis fünf Millionen Kubikmeter Schweizer Holz, die jährlich genutzt werden. Das Potenzial dieses nachwachsenden Werk- und Rohstoffs ist indes noch nicht ausgeschöpft: Man könnte ganze sieben bis acht Millionen Kubikmeter ernten, ohne den Wald zu übernutzen. 

Mehr Spannendes über den Schweizer Wald

Wald Schweiz hat zum Tag des Waldes und seinem 100-jährigen Jubiläum nicht nur im Bildarchiv gekramt, sondern auch eine Fülle spannender Fakten und Informationen rund um den Forst und die Holzwirtschaft zusammengestellt. Auf der eigens erstellten Website www.wald.ch finden Sie unter anderem den «Waldpass« zum Herunterladen.  

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