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Weltlandwirtschaft: Das müssen Sie zur Prognose von FAO und OECD wissen

Mehr Menschen, mehr Nahrungsmittel, tiefere Preise und grössere Unsicherheit. Etwa so lässt sich der Bericht von FAO und OECD zusammenfassen, der die Zukunft der globalen Landwirtschaft beschreibt.


Publiziert: 08.07.2019 / 14:41

Prognosen sind schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Das geflügelte Wort hat die Weltlandwirtschaftsorganisation (FAO) und die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) nicht davon abgehalten, am Montag in Rom im 19. Bericht eine Prognose für die Entwicklung der Landwirtschaft der nächsten zehn Jahre abzugeben. Das ist wichtig:

1. Die Bevölkerung wird dicker und kauft anders ein: Der Konsum von Grundnahrungsmittel wird stagnieren. Grund ist laut den Autoren des Berichts die gesättigte Nachfrage. Gleichzeitig dürfte der Konsum von Fleisch in den nächsten Jahren weiterhin steigen. Insbesondere in Nord- und Südamerika ist nicht mit einem Rückgang des Konsums zu rechnen. Zudem ist der Konsum von Fleisch in Subsahara-Afrika alleine vom Einkommen abhängig; wenn es steigt, ist auch mit zunehmendem Fleischkonsum zu rechnen. Gleichzeitig sorgen der exzessive Konsum von Kalorien, unausgeglichene Ernährungsgewohnheiten und weniger körperliche Aktivitäten dazu, dass die Zahl der übergewichtigen Personen zunehmen wird. Gerade in Ländern mit tiefem und mittleren Einkommen existieren Übergewicht und Unterernährung gleichzeitig.

2. Immer mehr, immer günstiger: Global gesehen rechnen die Studienautoren damit, dass die Agrarproduktion in den nächsten zehn Jahren um 15 Prozent steigen wird. Da die Produktivitätssteigerung das Bevölkerungswachstum überschreitet, ist insgesamt mit stabilen bis sinkenden Preisen zu rechnen.

3. Futter und Bio-Treibstoffe als Mega-Nachfrager: Gerade die Nachfrage nach tierischen Produkten schafft die Grundlage für eine Produktionsausdehnung in der Futtergewinnung. So ist davon auszugehen, dass der Anbau von Mais und Soja als Futterpflanzen noch wichtiger werden. Beim Getreide wird davon ausgegangen, dass der Bedarf an Futtergetreide den Bedarf an Mahlgetreide übersteigen wird. Bei Bio-Treibstoffen derweil ist das grosse Wachstum vorbei, die Ausdehnung der Produktion wird geringer ausfallen, als im Zeitraum von 2000 bis 2015.

4. Weniger Emissionen: Wie die Autoren schreiben, hat die Produktivitätssteigerung auch eine Wirkung auf die Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft. So bleibe die globale Landwirtschaft ein signifikanter Emittent von Treibhaus-Gasen. Die Zunahme der Emissionen fällt aber geringer aus, als die Zunahme der Produktion, was insgesamt auf eine sinkende Intensität der Produktion schliessen lasse.

5. Internationaler Handel bleibt: Der internationale Handel wird laut FAO und OECD für immer mehr Länder von Bedeutung für die Ernährungssicherheit. Gleichzeitig dürfte der Anteil der südamerikanischen Länder an den globalen Exporten zunehmen. Die Herausforderungen auf den internationalen Agrarmärkten werden allerdings nicht weniger. So ist einerseits die Verbreitung der afrikanischen Schweinepest ein grosses Risiko für die globalen Warenströme. Ebenso wie verschiedene Wetterextreme und Klimaveränderungen. Andererseits sorgen die Spannungen in den Freihandelsabkommen und der Handelskrieg zwischen den USA und China für zusätzlich für Unsicherheit auf den Agrarmärkten, was sich auch auf lokale Märkte auswirken könnte.

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