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Weinbauern demonstrieren in Bern

Rund 200 Weinbauern und Winzerinnen - hauptsächlich aus der Westschweiz - haben am Montag in Bern für den Schweizer Wein demonstriert. Sie fordern eine Überprüfung der Einfuhrsteuern auf ausländischem Wein.


Publiziert: 02.12.2019 / 15:21
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«Les Raisins de la colère» («Die Trauben des Zorns») ist der französische Titel eines Romans von John Steinbeck aus dem Jahr 1939, für den der Autor den Pulitzerpreis gewann. Unter dem gleichen Motto organisierte ein Komitee aus Weinbauern und Winzern am Montag eine Demonstration in Bern. Die Weinbauern, die vornehmlich aus den Kantonen Waadt, Wallis und Genf nach Bern reisten, nutzten den Beginn der Wintersession, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Einfuhrsteuern überprüfen

Sie sind unter Druck, weil die Weinkeller nach einer Grossernte 2018 übervoll sind. Gleichzeitig sinkt der Weinkonsum und der Marktanteil der Schweizer Weine im Inland geht zurück. Die Demonstranten verlangten mehr Unterstützung vom Bund und eine Überprüfung der Einfuhrsteuern auf ausländischem Wein, weil es für sie unmöglich sei, mit den Preisen der importieren Weine mitzuhalten. Diese würden für drei bis vier Franken pro Flasche verkauft. Für ihre Weine müssten die Produzenten zehn bis 15 Franken pro Flasche verlangen.

«Zuspruch berührt mich»

Organisiert hat die Kundgebung der der junge Weinbauer Alexandre Fischer aus Yens-sur-Morge VD. Im Gespräch mit der BauernZeitung zeigt er sich zufrieden mit dem Aufmarsch. «Ich habe viel Zuspruch via Whatapp-Nachrichten erhalten. Auch Parlamentarier haben sich bei mir gemeldet. Sie wollen hier vorbeikommen und andere treffen wir später noch.» Das berühre ihn, sagt er weiter. Am 17. Dezember ist ein Treffen mit Wirtschaftsminister und dem ehemaligen Winzer Guy Parmelin vorgesehen.

Mehr Geld für die Absatzförderung

Bereits im September wurden die Westschweizer Weinkantone bei Parmelin vorstellig. Wallis, Waadt, Genf und Neuenburg baten ihn um Unterstützung bei einer nationalen Werbekampagne zur Förderung der Schweizer Weine (wir berichteten). Die Reaktion folgte prompt: Parmelin lud die Akteure zu einem runden Tisch ein. Letzte Woche folgte dann die Meldung, dass sich das WBF bereit erklärt, abgesehen vom jährlichen Budget für die Förderung des Schweizer Weins (3,2 Millionen für 2019) zusätzliche Gelder zu sprechen. Ergänzend dazu wird Swiss Wine Promotion (SWP) eine nationale Werbekampagne ausarbeiten. Das Bundesamt für Landwirtschaft finanziert dieses erweiterte Kommunikationsprojekt zu 50 Prozent mit.

SWP hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit der Schweizer Weine in den Vertriebskanälen der Grossverteiler und des Gastgewerbes zu erhöhen. Das Projekt beginnt im Dezember 2019 und wird während des ganzen Jahres 2020 fortgesetzt.

 

 

 

 

 

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