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Wechsel an der Verbandsspitze bei den Bäuerinnen

Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands (SBLV) stand ganz im Zeichen der Wahl einer neuen Präsidentin. Die Neuenburgerin Anne Challandes folgt auf Christine Bühler.


Publiziert: 25.04.2019 / 17:06

Ein Interview mit der neuen Präsidentin Anne Challandes lesen Sie hier.

Abschluss-Interview mit Christine Bühler lesen Sie hier.

Zügig führte Christine Bühler, bis heute 25. April, Präsidentin des SBLV, durch ihre letzte Delegiertenversammlung. Auffällig war, dass ausserordentlich viele prominente Vertreterinnen und Vertreter aus dem landwirtschaftlichen Umfeld da waren. Sie alle wollten wahrscheinlich auf diese Art, Christine Bühler und ihrem Engagement persönlich ihre Wertschätzung entgegenbringen. Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, beispielsweise bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Für ihn stehe «Christine Bühler» für die vier Eigenschaften: engagiert, mutig, kompetent und herzlich.

Weitere Grussworte sprachen: Maya Graf, Nationalrätin und Vertreterin Allinace F, Pierre-André Geiser, Präsident der Verwaltung Fenaco, Bernard Belk, Vizedirektor Bundesamt für Landwirtschaft, Ulrich Ryer, Direktor Agridea und Lisa Vogt-Altermatt, Bildungskonferenz Bäuerin.

Neue Präsidentin

Anne Challandes war sichtlich gerührt über die grosse Zustimmung, die sie mittels starkem Applaus von den Delegierten bekam. Sie will die Arbeit ihrer Vorgängerin Christine Bühler weiterführen, sprich, sich weiterhin für die Landfrauen, die Bäuerinnen und die Menschen in der Landwirtschaft einsetzen. Der Fokus auf die Gleichberechtigung soll bleiben, da diese noch nicht erreicht sei. Das neue Amt sei eine grosse Herausforderung, «aber ich denke, ich habe alles, was nötig ist für dieses Amt: meine Ausbildung und meine Erfahrung. Ausserdem kann ich auf engagierte Kolleginnen im Vorstand und ein tolles Team auf der Geschäftsstelle zählen.»

Weitere personelle Änderungen

Vorstand

Auf Monique Tombez und Annekäthi Schluep-Bieri folgen Silvia Amaudruz, VD und Flavia Ursprung, AG.

Präsidentinnenkonferenz

Auf Rösi Räss folgt Mechthild Grubenmann, AI, Tanja Bisacca, TI ist Nachfolgerin von Feliciana Giussani und Ester Monaco, auf Judith Infanger und Paula Zurfluh folgt Margrith Gisler, UR, Nachfolgerin von Anne-Lise Thürler wird Laurence Bassin, ARPP.

Bildung Bäuerin

Neu ist Co-Geschäftsführerin Colette Basler für das Sekretariat der Kommission Bildung zuständig. Sie folgt auf Yvonne Koller Renggli.

Auf die Prüfungsleiterin Marianne Kessler folgt Rajka Frei, ZH.

Geschäfte ohne Gegenstimmen durchgewinkt

Die wiederkehrenden Verbandsgeschäfte, wie Genehmigung des Protokolls aus dem Vorjahr, Jahresbericht, Jahresrechnung und Tätigkeitsprogramm wurden von den Delegierten ohne Gegenstimmen durchgewinkt. Sogar ein budgetiertes Defizit von 29'600 Franken passierte ohne kritische Voten.

Aus den Kommissionen und der Geschäftsstelle

Kommission Agrarpolitik

Schwerpunkt war die Stellungnahme zur AP 22+. Insgesamt wurden zehn Stellungnahmen und diverse Abstimmungsempfehlungen erarbeitet. 

Kommission Familien- und Sozialpolitik

Schwerpunkte waren:

  • Vernehmlassung zur Stabilisierung der AHV 21.
  • Plattform Hilfe und Unterstützung betreiben und Informationsmaterial aktuell halten.
  • Wahlplattform für Frauen, um den Anteil Frauen, die sich in der Politik engagieren zu erhöhen.

Kommission Hauswirtschaft und Ernährung

Schwerpunkt war der Tag der Hauswirtschaft am 21. März. In der ganzen Schweiz fanden Aktionen von Schulklassen und Organisationen zum Thema Hauswirtschaft statt. Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurden unter den zehn besten Schülerprojekte drei Gewinner gezogen, die je einen Zustupf in die Klassenkasse bekamen.

Es sind dies:

  1. Heilpädagogische Schule, Gerra Gambarogno TI

  2. Oberstufe, 2. IOS, Schule Gräbli, Lungern OW

  3. Oberstufe Schule Herzogenmühle, Zürich

Kommission Bildung Bäuerin

Die nach wie vor steigenden Teilnehmerinnenzahlen zeigen, die Ausbildung Bäuerin ist gefragt. 2018 absolvierten 144 Frauen aus der Deutschschweiz, respektive neun Kandidatinnen aus der Romandie, erfolgreich die Prüfung Bäuerin mit Fachausweis. Fünf beziehungsweise zwei Kandidatinnen bestanden die Höhere Berufsprüfung.

Geschäftsstelle

  1. Die elektronische Mitgliederdatenbank wurde während eines Jahres mit drei Sektionen getestet. Vier weitere Sektionen seien interessiert, die Datenbank zu nützen, die nebst Adressverwaltung auch die Rechnungsstellung sowie ein Newslettertool unterstützt.
  2. Der Kurs «Kompetent engagiert» war 2018 zwei Mal überbucht. Er wird deshalb 2019 erneut angeboten. Und zwar einmal in der Deutschschweiz und einmal in der Romandie. Laut Geschäftsstelle hätten unterdessen fünf Kursteilnehmerinnen ein politisches Amt oder eine Führungsposition übernommen.
  3. Per Ende Jahr wurde das Projekt Swiss Tavolata ordentlich abgeschlossen. Eine Gruppe von Bäuerinnen und Landfrauen führt es selbständig weiter (die BauernZeitung berichtete).

Finanzen

Der grösste Teil der Einnahmen, 60 Prozent, machen nach wie vor die Mitglieder- und Gönnerbeiträge aus. Erstere seien aber seit Jahren sinkend. Wurden 2016 noch 576'100 Franken durch Mitgliederbeiträge eingenommen, sind für 2019 unter diesem Posten nur noch 531'000 Franken budgetiert.

Für 2018 war ein Defizit von 11'400 Franken budgetiert. Abgeschlossen hat die Rechnung dann aber in den schwarzen Zahlen, nämlich mit Fr. 7614.31.

Im Budget 2019 ist ein Defizit von 29'600 Franken ausgewiesen. Die Finanzen blieben also nach wie vor ein wichtiges Thema.

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