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Wann eine Solaranlage eine Reinigung braucht und was es dabei zu beachten gilt

In den meisten Fällen sorgt der Regen für ausreichend saubere Photovoltaik-Module. Sollte eine Reinigung trotzdem einmal nötig sein, müssen einige Punkte beachtet werden.


Jeden Frühling bedeckt eine mehr oder weniger dicke Schicht Pollen die Fensterbänke und das Rühebänkli vor dem Haus. Für die Solaranlage auf dem Dach sind Pollen und auch der Saharastaub, den es bisweilen bis in unsere Breitengraden verweht, kaum ein Problem. «Verschmutzungen von Photovoltaik-Modulen in der Landwirtschaft entstehen meist auf Gebäuden mit Firstenlüftung und Abluftkaminen, sprich bei Tierbetrieben», erklärt Fabian Brühwiler, Geschäftsführer der MBR Solar AG. Normale Verschmutzungen wie Pollen oder Vogelkot werden in der Regel durch Niederschlag entfernt, heisst es auch im Leitfaden Betriebsführung von Energie Schweiz. Trotzdem gibt es Fälle, in denen sich der Griff zu Bürste und Lappen lohnen kann.

Bis zu 40 Prozent weniger Ertrag

Der Leitfaden Betriebsführung empfiehlt eine regelmässige Reinigung vor allem für Anlagen auf Dächern mit geringer Neigung (unter 10 Grad). Dort wäscht der Regen Verschmutzungen weniger effizient ab. Eine allgemeine Regel dazu, ab wann es sinnvoll ist, die Module zu putzen, kann Fabian Brühwiler nicht nennen: «Sobald die Anlage stark verschmutzt ist und / oder die Erträge im Vergleich zum Vorjahr massiv tiefer sind, lohnt sich die Reinigung.»

Je nach Verschmutzung seien Ertragseinbussen beim Solarstrom von 30 bis 40 Prozent möglich.

Ohne Reinigungsmittel und kein Leitungswasser

Um Kalkflecken zu vermeiden, dürfen Photovoltaik-Anlagen nicht mit Leitungswasser gereinigt werden. Stattdessen empfiehlt man bei Energie Schweiz demineralisiertes oder Regenwasser. Auf Putzmittel solle man verzichten, da die Oberfläche der Module angegriffen werden und damit Garantiesprüche des Herstellers verloren gehen könnten. Zudem könnten gemäss Leitfaden Betriebsführung die Reinigungsmittel in Gewässer gelangen.

Zwar können Landwirte ihre Anlage theoretisch auch selbst putzen. «Wichtig ist aber, dass die Arbeiten sicher ausgeführt werden. Das heisst, man muss sich dafür auf dem Dach anbinden und braucht eine Absturzsicherung, damit keine Unfälle passieren», betont Fabian Brühwiler. Energie Schweiz empfiehlt, eine Fachfirma zu beauftragen. Bei Instandhaltungsarbeiten dürfen die Module nicht begangen werden, heisst es weiter.

Mit einer grossen Bürste an einem Kran werden Solaranlagen professionell gereinigt. (Bilder MBR Solar AG)

Damit nichts kaputt geht, darf man nicht auf die Solarmodule treten. Bei einer Reinigung per Kran ist das kein Problem. 

Preise je nach Umständen

Für eine professionelle Reinigung zahlt man laut dem Geschäftsführer der MBRSolar AG je nach Anzahl Dächer, Fläche, Zugänglichkeit usw. zwischen zwei und fünf Franken pro Quadratmeter. «Sehr viele Installateure bieten den Service an bzw. können eine Anfrage an eine Fachfirma weiterleiten», erläutert Fabian Brühwiler, «Leider gibt es aber bereits einige unseriöse Anbieter, welche die Arbeit nicht fachmännisch durchführen.» Auch die MBRSolar AG bietet Solar-Reinigungen an.

Gemäss Leitfaden werden mittlerweile teilweise auch Roboter statt der üblichen nicht-kratzenden Bürsten an Teleskopstangen eingesetzt, die das Dach selbstständig putzen. 

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