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Wahlen: So tickt die GLP in der Agrarpolitik

Die Grünliberale Partei hat wenig mit der Landwirtschaft am Hut. Dennoch gibt es auch bei der GLP Ideen, wie die Agrarpolitik der Zukunft aussehen könnte. Das Profil.


Publiziert: 08.08.2019 / 13:01

GLP: Kurz zusammengefasst

  • Die Grünliberalen stellen acht Nationalrätinnen und Nationalräte und sind damit eine der zwei kleinsten Fraktionen.
  • Die GLP hat keine eigentlichen Landwirtschaftsvertreter in ihren Reihen.
  • In Bezug auf die Agrarpolitik 2022+ unterstütz die GLP die Vorschläge des Bundesrates; sie ist für eine Anpassung des Bodenrechts, will eine Direktzahlungsobergrenze und strengere Ausbildungsanforderungen.

Die GLP steht nach eigenen Angaben grundsätzlich hinter dem Verfassungsauftrag der Landwirtschaft. Die GLP will eine ökologisch nachhaltige, unternehmerische und multifunktionale Landwirtschaft, «welche gesunde Nahrungsmittel produziert und wichtige gemeinwirtschaftliche Leistungen» erbringe. Die GLP fordert einen gezielteren Einsatz der Bundesgelder und will, dass beispielsweise die Pflege der Kulturlandschaften und der Erhalt der Artenvielfalt sollen vermehrt abgegolten werden.

Für die künftige Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik von Bedueutng ist gemäss GLP der Umweltschutz, die Biodiversität und die Ausrichtung auf den Markt. Dass die Landwirtschaft laut GLP keines der Umweltziele vollständig erreicht, könne angesichts der eingesetzten Gelder "nicht hingenommen werden."

Die GLP unterstützt sowohl die Trinkwasser- als auch die Pestizid-Verbots-Initiative, da sich der Bundesrat und das Parlament «leider anderen Lösungen verschliessen»; die Partei wäre sowohl für einen direkten als auch einen indirekten Gegenvorschlag zu gewinnen.

AP 22+: Die GLP möchte mehr von allem

In Bezug auf die Agrarpolitik 2022+ möchte die GLP, dass der Sozialversicherungsschutz der Ehegatten verbessert wird. Entsprechend unterstützt sie den Vorschlag des Bundesrates, wonach die Direktzahlungsberechtigung erst erteilt werden soll, wenn die Ehegatten der Betriebsleitenden über einen soziale Absicherung verfügen.

Ebenso ist laut GLP auch die Lockerung des Bodenrechts insofern sinnvoll, als dass sie den Quereinstieg in die Landwirtschaft erleichtert. Laut GLP ist nämlich die heutige Regelung für jene Familienmitglieder belastend, die einen Betrieb übernehmen müssten, "obwohl sie vielleicht einen anderen Beruf ausüben wollten." Ausserdem verunmögliche sie, dass "gute Landwirtinnen und Landwirte einen Betrieb übernehmen können."

Interessanterweise unterstützt die GLP zudem den Vorschlag für die Obergrenze bei den Direktzahlungen. Diese sei nötig, findet die GLP, und betont gleichzeitig, dass sie den Strukturwandel nicht behindern dürfe. Würden die Direktzahlungen konsequenter ausgerichtet und die Versorgungssicherheitsbeiträge deutlich reduziert werden, stellte sich laut GLP das Problem so gut wie gar nicht.

Die Umlagerung der Produktionssystembeiträge ist für die GLP deshalb ebenfalls der richtige Schritt für die AP 22+.

Auch in Bezug auf die Ausbildungsanforderungen unterstütz die GLP den Vorschlag des Bundesrates, wonach die Berufsprüfung als Eintrittskriterium für die Direktzahlungen notwenig wird. "Landwirtschaft ist eine hochkomplexe Tätigkeit", schreibt die GLP als Begründung. Man müsse betriebswirtschaftliches Wissen ebenso mitbringen, wie die Kenntnisse von natürlichen Kreisläufen.

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