Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Wälder funktionieren besser, wenn es im Boden nur so wimmelt

Wälder sind Dienstleister: Sie produzieren Holz, Nahrung und Energie, reinigen Luft und Gewässer, verhindern Bodenerosion, regulieren das Klima und sind erst noch wohltuend fürs Gemüt. Bodenlebewesen helfen dabei. Wie genau, soll künftig besser erforscht werden.


von sda
Publiziert: 15.04.2019 / 13:21

Wurzeln, Pilze, Würmer: In einem Gramm mitteleuropäischem Waldboden leben so viele verschiedene Organismen wie auf einem ganzen Quadratkilometer auf der Erdoberfläche: rund 7000 Bakterien- und 3000 Pilzarten, dazu zahlreiche Tiere wie Springschwänze, Milben, Faden- und Regenwürmer. Je nach Standort ist die unterirdische Biodiversität etwa 100 Mal so gross wie die an der Oberfläche.

Daten liefern für die Politik

All diese Organismen sind immens wichtig für die in einem Ökosystem notwendigen Abbauprozesse und um Nährstoffe für neu wachsende Tiere und Pflanzen aufzubereiten. "Bisher war wenig darüber bekannt, wie sich diese enorme Vielfalt auf für Menschen wichtige Leistungen des Waldes auswirkt", schreibt die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in einer Mitteilung vom Montag. Sie empfiehlt gezielte Studien, um Politikern und anderen Entscheidungsträgern wissenschaftsbasierte Daten liefern zu können.

Bodenlebewesen sind nützlich

Eine breit angelegte Untersuchung, an der sich die WSL beteiligte, monitorierte 10'000 Studien über Bodendiversität und Waldleistungen. In 600 wissenschaftlichen Publikationen wurden Hinweise auf einen Zusammenhang von Vielfalt und Waldleistungen gefunden. Die überwiegende Mehrheit der Studien zeigte eine positive Wirkung der Vielfalt der Bodenlebewesen auf die Leistungen der europäischen Wälder, berichten die Forschenden im Lausanner Fachjournal "Frontiers in Forests and Global Change".

"Die unterirdische Vielfalt wirkt wie eine Versicherung oder ein Backup für bestimmte Leistungen", sagt Mitautor Ivano Brunner von der WSL. "Dies wurde bis jetzt noch nie so umfassend nachgewiesen."

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentare (0)
Kommentar erfassen
Rückgang der Biodiversität bedroht auch menschliche Existenz
Das weltweite Phänomen der Abnahme von biologischer Vielfalt gefährdet das Fortbestehen der Menschheit. Dies geht aus einer Studie hervor, die bei der sechsten Plenarsitzung des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) in Medellín (Kolumbien) am Freitag veröffentlicht wurde.
Artikel lesen
Sie umfasst vier Regionalberichte über Amerika, Asien/Pazifik, Afrika sowie Europa/Zentralasien. Biodiversität und Natur seien das Fundament für Nahrung, sauberes Wasser und Energie, so der IPBES-Vorsitzende Robert Watson. "Sie sind nicht nur unsere Überlebensgrundlage, sondern auch Herzstück unserer Kulturen, Identitäten und unserer Lebensfreude", sagte er. Günter Mitlacher, Direktor für ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!