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Wachsende Wolfsrudel in der Region Surselva: Landwirte fordern jetzt Lösungen

Angesichts der sich häufenden Wolfssichtungen und der bevorstehenden Sömmerungssaison, wendeten sich am Montag «Pro alpine Kulturlandschaft» und der Bauernverein Surselva mit einem offenen Brief an die Gemeindepräsidentinnen und -Präsidenten der Region Surselva.


Im offenen Brief schildern die Verfasser ihre Bedenken rund um die wachsenden Wolfsrudel in der Surselva. «Die unkontrollierte Zunahme an Wolfsrudeln betrifft nicht mehr nur die Landwirtschaft, sondern wird auch für die Dorfbewohner, unsere Gäste und den Tourismus zu einer grossen Herausforderung», heisst es im Brief. Bereits vor rund einem Jahr haben die Landwirtinnen und Landwirte zusammen mit Exponenten von Bund und Kanton eine Situationsanalyse erstellt, welche schlussendlich zu diesem offenen Brief führte.

Konflikte zwischen Wanderern und Rindern

Im Brief wird jedoch nicht die Angst vor Wolfsrissen angesprochen, sondern die Risiken für Touristen und Einwohner. Zum einen steige aufgrund der Wolfspräsenz das Konfliktpotenzial zwischen Wanderern und Mutterkühen. Wandern werde immer beliebter, weshalb immer mehr Menschen in den Weidegebieten ihre Freizeit verbringen. «Weidende Mutterkühe beschützen ihre Kälber und nehmen unbekannte Menschen als eine Gefahr wahr, insbesondere wenn sie Hunde mit sich führen», heisst es im Brief. Die zunehmende Wolfspräsenz sorge zusätzlich für ein erhöhtes Abwehrverhalten der Kühe zum Schutz der Kälber, was schnell gefährlich werden kann. So sei es bereits zu schweren Verletzungen bei Kuhattacken auf Wanderer gekommen.

 

Ruhestörung durch Herdenschutzhunde 

Zum anderen führe auch das Halten von Herdenschutzhunden zu Problemen. «Gegen Rudel von Wölfen, müssen Rudel von Hunden gehalten werden. Bei 600 Bauernbetrieben in der Surselva ergäbe dies eine furchterregende Anzahl Schutzhunde», so die Autoren des Briefes. Diese Arbeitshunde seien im Winter auf dem Hof und würden bei Wolfspräsenz nächtelang bellen, was in den Dörfern als Ruhestörung empfunden werde.

Mehr Handlungsspielraum für die Bauern 

«Agressives Grossvieh, wachsame Herdenschutzhunde und massive Einzäunungen sind nicht nur ein Problem der Tierhalter. Es wird alle (be-)treffen», heisst es weiter. Es sei Teil der Sorgfaltspflicht der Tierhalter, die Besucher über Risiken und Gefahren aufzuklären. Deshalb fordern die Autoren die Möglichkeit, ein Begleithundverbot oder eine temporäre Sperrung von Wanderwegen erlassen zu können.

Gemeinsam Lösungen finden

Es sei an der Zeit, dass nicht nur die Tierhalter Verantwortung übernehmen, sondern auch die Gemeindevertreter. Gemeinsam müsse man ein regionales Vorgehen definieren und im Dialog mit den Betroffenen die Probleme angehen. Ansonsten werde es früher oder später massive Einschränkungen für Landwirte, Touristen und Anwohner geben.

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