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VSF: Nährstoffanfall wurde für die AP 22+ fehlerhaft beurteilt

Die Vereinigung Schweizer Futtermittelfabrikanten VSF kritisiert die Methode der Beurteilung von Nährstoffflüssen über DGVE, wie sie in der AP 22+ angewandt wurde. Sie sei fachlich überholt und ungenau.


Die VSF begrüsst den Entscheid der WAK-S, sich mehr Zeit für die Überarbeitung der AP 22+ zu nehmen. Die Vereinigung sieht in verschiedenen Bereichen der aktuellen Version Handlungsbedarf, wie aus einer Medienmitteilung zur Agrarpolitik hervorgeht. 

Überholte Methode zur Beurteilung von Nährstoffflüssen

Die bei der Ausarbeitung der AP 22+ verwendete Methode, Nährstoffflüsse über Düngergrossvieh-Einheiten (DGVE) zu schätzen, ist laut dem VSF «fachlich überholt und ungenau». Damit würden unterschiedliche Produktionsbedingungen (Böden, Topografie, Kulturen) und unterschiedlicher Nährstoffanfall nicht berücksichtigt. 

Gerade bei letztere Punkt habe es aber durch die eiweissreduzierte Fütterung neue Eckwerte gegeben. «Eine ausgeglichene Nährstoffbilanz ist mit der DGVE Methode nicht gewährleistet», schlussfolgert die VSF. 

Gülle und Mist weg, dafür mehr Kunstdünger

Gestützt auf eigene Betriebsanalysen und Studien von Agroscope und dem Bundesamt für Umwelt Bafu schreibt die Vereinigung, dass Betriebe bei einer Reduktion der DGVE auf 2,5 Kunstdünger zukaufen und ihren Hofdünger abführen müssten. 

Da durch den Gülle-Transport, den Import von Kunstdünger und dessen Herstellung Energie verbraucht, hohe Kosten generiert und CO2 ausgestossen würde, sei die DGVE-Senkung weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. 

Toleranzbereich beibehalten

Weiter fordert die VSF für die AP 22+ Folgendes:

  • Die Kompensation von Schätzungenauigkeiten im zulässigen Fehlerbereich in der Suisse-Bilanz soll bestehen bleiben
  • Ersatz des Begriffs «Phasenfütterung» durch «Eiweissreduzierte Fütterung». Ersterer Begriff sei schwer verständlich

Tierische Produktion in der Schweiz

Die VSF betont in ihrer Mitteilung die Vorteile der tierischen Produktion in der Schweiz:

  • Strenges Tierschutzgesetz im Vergleich zum Ausland
  • Hohe Tierwohlstandards
  • Keine Massentierhaltung
  • Gesetzliche Limitierung der Tierbestände bei Geflügel, Schweinen und Mastkälbern
  • Schweizer Nutztiere fressen pro Jahr 365'000 Tonnen inländische Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung (durchschnittlich 20 Prozent des Mischfutters) und reduzieren so Food Waste
  • Hoher Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Tiernahrung (rund 85 Prozent)
  • ÖLN-Vorgaben zur ausgeglichenen Nährstoffbilanz auf jedem Betrieb verhindern eine Überdüngen der Böden

 

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