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Vom Eier- zum ansehnlichen Hofladen

Philipp und Pia Niederbergers Hof liegt am Fusse des Pilatus und nicht an einer stark frequentierten Strasse. Die Produkte in der Direktvermakrktung verkaufen sich trotzdem.


Hoch über Kriens auf 585 Meter über Meer mit Blick auf die Zentralschweizer Bergkette von Rigi bis Stanserhorn liegt der Betrieb «Schwinferch».

Hier oben halten Pia und Philipp Niederberger über 100 Milchziegen. Die Milch geht an die Emmi Kaltbach, wo sie zu Käse verarbeitet wird.

Trotz den neugierigen Blicken der Ziegen gilt der Besuch jedoch einem anderen Bereich: Dem Hofladen, der bei der Zufahrt auf Schwinferch so richtig einladend wirkt.   


Durch Zufall zum Hofladen


Das junge Landwirtepaar hat im Jahr 2011 den Hof von Phi­lipps Eltern übernommen. Zum 33 ha grossen Betrieb zählen Milchziegen, Mast- und Aufzucht-Gitzi, Mutterschafe, Weidelämmer, Sömmerungsrinder und der Verkauf von Cheminéeholz. Zum Einkommen zählt auch der Eierverkauf.

«Der Hofladen war eigentlich nicht von Anfang an geplant», gibt Bäuerin Pia Niederberger bekannt. Es sei eher ein Zufall, der dazu geführt habe. «Vor drei Jahren starteten wir mit 40 Hühner, und verkauften deren Eier», erinnert sich Philipp Niederberger. Inzwischen sitzen 120 Hühner im Stall.

Der grossen Nachfrage wegen entschloss sich das Paar, den Hühnerstall mit Raum für den Eierverkauf mit weiteren Produkten zu erweitern. «Unsere Kunden fragten des Öfteren auch nach anderen Hofprodukten», erinnert sich Pia zurück. So ist der Eierladen zu einem ansehnlichen Hofladen gewachsen. Kartoffeln, Zwiebeln, Curry-Zucchetti und Konfitüren sind fein säuberlich etikettiert und eingeordnet.

«Wir sind sehr bestrebt, nur Produkte vom eigenen Hof oder aus der Nachbarschaft zu verkaufen», hält die Bäuerin fest. Auch Teigwaren sind im Hofladen zu finden, produziert in Schüpfheim, mit Eier von glücklichen Schwinferch-Hühnern.

Bärlauch von einem geheimen Ort

In einer Kühltruhe warten Geflügelwürste von den «ausgedienten» Legehennen, Trockenfleisch oder spezielle Huuswurst aus Ziegenfleisch auf die Kundschaft. «Unsere Wurstwaren lassen wir beim Kundenmetzger in Horw herstellen», ist es Philipp wichtig.

Saisonal dürfen sich die Kunden auch auf ein Bärlauchpesto freuen. «Den frischen Bärlauch pflücke ich an einem geheimen Ort weit oben im Wald.» Wo, will Pia Niederberger nicht verraten.

Im Sommer erweitert sich das Angebot mit frischem Gemüse und Beeren aus dem eigenen Garten. Exotisches komme auf Schwinferch nie in den Hofladen: «Wir wollen hinter unseren Produkten stehen können», sind sie sich einig. Die meisten ihren Kunden kommen vom benachbarten Quartier. «Da wir einen Selbstbedienungsladen führen, sehen wir die Kunden eher selten», im Sommer biete sich eher die Möglichkeit für einen kleinen Schwatz. «Bis jetzt hatten wir auch das Glück, dass die Produkte stets bezahlt wurden», was nicht selbstverständlich sei.  


Sonntags als Eierlieferantin unterwegs


An Sonntagen liefert die Bäuerin Eier ins nahe gelegene Quartier. «Der Service wird sehr geschätzt. Inzwischen darf ich über 20 Haushalte, Bäckereien und Gastrobetriebe beliefern», so die engagierte Bäuerin, die noch in einem 60-Prozent-Pensum als Bäcker-Konditorin-Verkäuferin arbeitet. «Das ist alles nur Dank der Mithilfe meiner Schwiegereltern möglich.» Denn neben Schwiegermutter Theres ist Schwiegervater Otti bei allen ­Hofarbeiten wie auch beim Cheminéeholzbereitstellen eine grosse Hilfe.


Niederbergers sind sehr offen. Lieben den Kontakt zu Personen aus aller Welt. So bieten sie in ihrem Spycher und Studio im Gebäude neben dem Hühnerstall gemütliche Räume für B&B-Gäste an. «Wir sind sehr gut gebucht», freut sich das junge Paar.

Auch Schülern bieten sie mit dem Projekt SchuB (Schule auf dem Bauernhof) die Gelegenheit, das Wissen der Landwirtschaft und deren Produktion zu erweitern. Was bitter nötig sei, denn: «Die Kinder wohnen so nahe an der Landwirtschaftszone, und trotzdem wissen viele nicht mehr, woher die Milch kommt oder welches Tier das Ei legt», bedauern Niederbergers.


Erika Rebsamen

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