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Vier Roboter für die Landwirtschaft der Zukunft

Am internationalen Agrarroboter-Forum (Fira) hat sich in Toulouse die Agrarrobotik-Fachwelt getroffen. Wir zeigen euch vier der Hoffnungsträger für die digitale Zukunft der Landwirtschaft.


Die Fira zeigt: In der Robotik ist einiges möglich. Das visionäre Bild vom Landwirten, der gemütlich am Esstisch sitzt und seinen Hof mit einem Tablet steuert, scheint nicht mehr weit entfernt.

1. Zwischen Weinreben jäten war gestern - Bakus, Vitibot (F)

(Bild David Eppenberger)

Der vom Start-up Unternehmen Vitibot in Reims (F) entwickelte 2,5 Tonnen schwere Bakus fährt mit maximal 6 km/h autonom durch die Weinreben und jätet mechanisch. Rund um das 3.5 Meter lange, 1,75 m breite und 1,65m hohe Gefährt sind acht Kameras angebracht, welche die Informationen liefern, damit der Bakus dank künstlicher Intelligenz problemlos zwischen den Reihen hacken kann. Der Elektromotor wird mit Strom aus einer Batterie betrieben und schafft mit dieser eine Arbeitszeit von zehn Stunden. Die Solarzellen auf der Fahrzeugoberseite speisen die Batterie ergänzend. Zwei Prototypen wurden bisher entwickelt. Im nächsten Jahr wird eine Vorserie von sechs Geräten produziert, die auf Pilotbetrieben eingesetzt werden sollen. Geplant ist die Erweiterung um eine Spritzfunktion. Kosten soll der Baku in seinem futuristischen Design rund 150'000 Euro.

www.vitibot.fr

2. Er kann säen und hacken: Robotti, AgroIntelli (DK)

(Bild David Eppenberger)

Der autonom auf dem Acker fahrende Robotti aus Dänemark ist eine Art Schlepper, an den bereits vorhandenes Gerät angeschlossen werden kann, beispielsweise eine Sämaschine oder ein Hackgerät. Er verfügt über eine 3-Punkt-Anhängevorrichtung und wird auch mit Zapfwelle und Halterungen für die externe Hydraulik angeboten. Ein Dieselmotor von Kubota treibt das 2,5 m lange und 1,2 Tonnen schwere Gerät an. Mit der Verwendung der von den Bauern vertrauten Technik wie Hydraulik oder Dieselantrieb soll die Hemmschwelle für die Einführung der Robotik in der Landwirtschaft niedrig gehalten werden. In einer späteren Phase soll der Antrieb elektrisch erfolgen. Man wolle den Bauern aber in der aktuellen Phase nicht mit der ihm unbekannten Batterietechnologie überfordern, sagt der Firmenvertreter. Im nächsten Jahr werden die ersten sieben Geräte produziert. Eines soll rund 100'000 Euro kosten.

www.agrointelli.com

3. Pflanztöpfe verschieben ist anstrengend - er kümmert sich darum: Trooper, Instar Robotics (F)

(Bild David Eppenberger)

Das Verschieben von Pflanztöpfen ist eine strenge Arbeit, die kaum noch jemand übernehmen will. Hier setzt der kleine, autonome Transportroboter Trooper von Instar Robotics an. Von ihm sollen vor allem Baumschulen und Topfgärtnereien profitieren. Ein Greifarm packt den Topf am Boden und lädt bis zu sechs Pflanzen auf, ehe er selbständig mit diesen zum Bestimmungsort fährt und sie dort in Reih' und Glied im gewünschten Abstand aufstellt. Die Batterie für den Elektromotor reicht für zwei Stunden. Im nächsten Jahr soll eine Vorserie gebaut werden. Dabei offeriert das Unternehmen den Kunden eine kostenlose 30-tägige Versuchsphase, bevor diese das Gerät definitiv übernehmen können. Preise werden aber keine genannt.

www.instar-robotics.com

4. Wie geht es meinen Reben? Er weiss es: VineScout, Universitat de Valencia (E)

(Bild David Eppenberger)

Der von einem europäischen Konsortium entwickelte Vinescout analysiert den Zustand der Rebenkulturen. Ein Infrarot-Radiometer bestimmt den Wassergehalt, eine Multispektralkamera misst den vegetativen Zustand der Pflanze. 3600 Messungen pro Stunde kann der 1,5 m hohe und 120 kg leichte Roboter durchführen. Auf flachem Gelände reicht die Batteriestärke acht Stunden. Rund 30 Hektaren Fläche soll er pro Woche kartographieren können und dem Weinbauern so wertvolle Informationen über seine Kulturen liefern. Ein Solarpanel verlängert die Laufzeit um etwa zehn Prozent. Es handelt sich beim VineScout noch um einen Prototyp, der sich vor allem für die Anwendung im flachen Gebiet eignet, wie in Portugal oder Spanien. Die Analylse-Funktionen sollen in den nächsten Jahren noch erweitert werden.

www.vinescout.eu

David Eppenberger

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