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Vielseitigkeit und Geschmack aus dem Untergrund: Es ist Kartoffel-Zeit

Kaum ein Nahrungsmittel ist so vielseitig verwendbar wie die Kartoffel: Kartoffelstock, Pommes frites, Rösti oder Gschwelti sind nur einige Beispiele der beliebten Knolle.


Rund 30 verschiedene Sorten werden in der Schweiz angebaut. Darunter mehligkochende Sorten (blaue Verpackung), die sich etwa für Kartoffelstock eignen, und festkochende Sorten (grüne Verpackung), die beispielsweise ideal für die Zubereitung von Kartoffelsalat sind. Zudem gibt es Spezialitäten wie Raclette- und Frühkartoffeln.

Kartoffeln sind in der Schweiz eines der bedeutendsten Nahrungsmittel. Der Pro-Kopf-Konsum liegt bei ungefähr 45 Kilo jährlich. Die Schweizer Kartoffelproduzenten möchten diesen noch erhöhen – ihre Vision ist es, den Konsum bis in 10 Jahren auf 60 Kilo pro Kopf zu steigern.

Ein gesunder Schlankmacher

Kartoffeln sind wahre Power-Knollen. Sie enthalten viele wichtige Inhaltsstoffe. Dazu gehören etwa Mineralstoffe wie Natrium, Calcium oder Kalium. Daneben liefern Kartoffeln Vitamin C und Vitamin B. Mit etwa 70 kcal pro 100 g hat die Kartoffel rund fünfmal weniger Kalorien als Reis oder Nudeln. Fettfrei zubereitet, sind Kartoffeln ein richtiger Schlankmacher, enthalten sie doch rund 80 Prozent Wasser.

Grosse Kartoffelernte erwartet

Die diesjährige Kartoffelernte fällt gut aus. Es gibt viele und eher grosse Knollen, wie die Branchenorganisation Swisspatat weiss. Erwartet werden knapp 490'000 Tonnen. Leider sinken dadurch auch die Preise und Schweizer Produzenten hoffen auf einen guten Absatz von Pommes Frites und Chips.  Schweizer Kartoffeln sind das ganze Jahr über erhältlich. Möglich machen dies moderne Lagermöglichkeiten. Gut 4'100 Produzentinnen und Produzenten bauen in der Schweiz Kartoffeln an. Die Anbaufläche liegt bei rund 11'000 Hektaren. Die Ernte dauert noch bis ca. Ende Oktober.

Kartoffeln werden auf einem Fliessband transportiert

Je nach Art werden Kartoffeln für unterschiedliche Gerichte verwendet. Mehr dazu lesen Sie hier. (Bild lid)

Per Schiff nach Europa

Spanische und englische Seefahrer brachten die Kartoffel im 16. Jahrhundert von Peru nach Europa. Zunächst wurde die Kartoffelpflanze lediglich wegen ihrer Blüten geschätzt. Die Küche erobert haben Kartoffeln erst Ende des 18. Jahrhunderts infolge einer Hungersnot.

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Der Kartoffel-Konsum soll steigen
06.09.2020
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