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Unverblümt: Wegen meinen Hamstern ist gar das Netz zusammengebrochen

Kolumnist Niklaus Helbling wittert wegen Hamsterkäufen ein gutes Geschäft.


Im Fernsehen, im Radio, in der Zeitung, im Internet …überall wurde darüber berichtet: Über Hamsterkäufe! Aber mal ganz ehrlich, ich kann mir bis heute überhaupt nicht vorstellen, was die Leute plötzlich mit all den Hamstern wollen?! Denn, so ein Hamster ist ja nicht gerade ein Selbstversorger und einer alleine ist ja irgendwie auch fies. Hat man jedoch zwei Hamster, vermehren die sich ja sofort wie blöd und das gibt wiederum Probleme, denn da steht ja auch noch die Massentierhaltungs-Initiative im Raum. Fressen wollen die ja ebenfalls jeden Tag und mit der Trinkwasser-Initiative wird vielleicht auch plötzlich noch das Futter knapp! Und am Ende dreht dann nicht nur der Hamster am Rad.  Aber das ist ja schlussendlich nicht mein Problem.

Ein Stück vom Kuchen haben

Denn ich habe zu mir gesagt: «Mous», hab ich gesagt (Mous ist seit meiner Töfflibubenzeit mein Spitzname, aber ich weiss heute nicht mehr, wie es dazu kam, wohl etwas Alkoholisches): «Da öffnet sich doch ein profitabler Markt und ich will auch ein Stück vom Kuchen haben». Kurzerhand habe ich ein Inserat aufgeschaltet. «Hamster zu verkaufen». Vom Hamsterhandel habe ich eigentlich nicht viel Ahnung, aber wie die Wirtschaft uns gelehrt hat, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. So gesehen und mit Blick auf die Marktlage erschien mir ein Preis von  980 Franken pro Hamster als absolut fair. Und das Beste kommt noch: Ich habe nicht mal Hamster! Aber wie die Börse uns zeigt, kann man auch etwas verkaufen, das man gar nicht hat.

Das Risiko trägt jemand anderes

Leerverkäufe nennen die das dort und so sinkt das Risiko für mich fast auf Null! Perfekt! Nun muss wohl vor lauter Bestellungen das Netz gleich zusammengebrochen sein. Denn irgendwie ist noch keine bei mir eingegangen …

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