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Unter der Schneelast abgeknickte oder geschnittene Äste für die Biodiversität nutzen

Es wäre schade, im Winter anfallendes Holz von abgeknickten Ästen oder Rückschnitten zu entsorgen. Im Garten sind sie wertvoll für Rotkehlchen und Zaunkönig, Igel, Blindschleichen, Käfer, Flechten und Moose.


Ordentlich gebündelt und mit eine Grünmarke versehen warten Äste und Zweige am Strassenrand auf die nächste Abfuhr. Mancherorts rattert an schönen Tagen der Häcksler und zerkleinert das Holz zu Schnitzeln. Zumindest einen Teil des Materials sollte man aber ganz lassen und im eigenen Garten behalten, schreibt Bird Life Schweiz in einer Mitteilung. Denn damit tut man etwas für die Biodiversität und lockt Leben in den Garten.

Fachgerechte Asthaufen sind ein toller Lebensraum

Grössere Haufen aufgetürmter Äste und Zweige bieten Nistmöglichkeiten für kleine Vögel wie Rotkehlchen. Auch einer der kleinsten Vögel der Schweiz, der Zaunkönig mit seinen typisch aufgestellten Schwanzfedern, fühlt sich dort heimisch. Im unteren Teil können sich Igel und Blindschleichen verkriechen, am toten Holz gedeihen flauschige Moose und farbenfrohe Flechten.

Damit ein Asthaufen seinen Zweck bestmöglichst erfüllen kann, rät Bird Life Schweiz Folgendes zu beachten:

  • Feineres und sperrigeres Material abwechselnd schichten, damit kleinere und grössere Lücken entstehen. 
  • Für Igel Hohlräume unter dem Haufen schaffen
  • Hohlräume im Haufen dürfen bis 30 x 30 x 30 Zentimeter gross sein und müssen von aussen zugänglich sein
  • Ein Asthaufen auf dem englischen Rasen ist in mehrfacher Hinsicht ein Fremdkörper. Die Umgebung sollte naturnah sein, damit die Bewohner und Nutzer des Haufens auch genügend Nahrung finden. 

Je nach Standort und Besonnung unterscheidet sich die Besiedelung des Haufens. 

Der Zaunkönig ist ein sehr kleiner Vogel, der aber eine erstaunlich laute Stimme hat. Die Art bleibt auch im Winter in der Schweiz. (Bild Kathy2408/Pixabay)

Alternativ: Einfach liegen lassen

Ökologisch wertvoll ist auch Totholz, sei es stehend oder liegend. Das können beispielsweise Baumstrünke sein, die langsam vor Ort verrotten. Im bzw. am zerfallenden Holz leben Käfer, deren Larven Gänge hineinfressen, die wiederum von Wildbienen genutzt werden. Solche Insekten sind wiederum Nahrung für Vögel, Blindschleichen oder Molche. So entsteht ein ganzes Netzwerk verschiedener Arten im Garten – ohne Aufwand.

Blindschleichen sind harmlose, beinlose Echsen. Sie jagen kleine Schnecken sowie Regenwürmer und leben sehr versteckt. Die Tiere können mehrere Jahrzehnte alt werden. (Bild naturschnecke/Pixabay)

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