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Uniterre: Sprachlos, dass der Milchpreis «trotz historisch niedriger Produktion» nicht steigt.

Die Bauerngewerkschaft Uniterre hat die jüngsten Entwicklungen auf dem Milchmarkt analysiert – und «ist empört und sprachlos» darüber, dass die Milchpreise nicht steigen und stattdessen Importe zur Diskussion stehen.


Dass Uniterre und die Akteure der Milchbranche das Heu nicht zwingend auf der gleichen Bühne haben, ist bekannt. Der Grüne Teppich ist für die Bauerngewerkschaft «fragwürdig», die Butterimporte hinterliessen einen«bitteren Nachgeschmack». Per Medienmitteilung fordert die Milchkommission von Uniterre deshalb eine Erhöhung des Milchpreises im A-Segment, eine glaubhafte Rechtfertigung der Erhöhung des B-Milch-Anteils und eine korrekte Umsetzung des Grünen Teppichs. Alle drei Massnahmen seien notwendig, um die Konsummilch-Produktion in der Schweiz zu erhalten «und eine Öffnung der weissen Linie zu vermeiden.»

Milchproduktion sinkt, Preise steigen nicht

Die Forderung ist unter dem Eindruck der letzten Vorstandssitzung der Branchenorganisation Milch entstanden: die Branche entschied dabei, den Richtpreis für A-Milch bei 71 Rappen für das zweite Quartal zu belassen. Für Uniterre ist das stossend, weil die Milchproduktion 2019 auf den «tiefsten Stand seit 2007 zurückgefallen ist» und eigentlich eine weitere Preiserhöhung angezeigt sei. Ausserdem stört sich die Milchkommission am Umstand, dass sich seit vergangenem Herbst die Segment-Anteile zulasten der A- und zugunsten der B-Milch verschieben.

Butterimporte machen Angst

Uniterre stört sich nicht nur an der Preispolitik der Milchbranche, sondern auch an den Butterimporten. Mit Bezug auf einen Artikel in der Westschweizer Zeitung «l’Agri» schreibt Uniterre, dass eigentlich alles darauf hindeute, dass die weisse Linie geöffnet werden müsse. «Es ist erschreckend und entwürdigend, dass da die Notwendigkeit einer Erhöhung des Milchpreises für die ProduzentInnen nicht einmal in Erwägung gezogen wird», schreibt Uniterre.

Dass die Verbände nicht für die Interessen der Produzenten einstehe, macht Uniterre sprachlos. Offenbar ist der Bauerngewerkschaft entgangen, dass in der letzten  Medienmitteilung der Branchenorganisation Milch explizit erwähnt wurde, dass der Antrag auf eine Richtpreiserhöhung von den Schweizer Milchproduzenten (SMP) zwar gestellt wurde aber keine Mehrheit gefunden hatte.

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