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Umweltprojekt an Freiburger Schule sorgt für Diskussionen

Was sollen Kinder in der Schule lernen? Ein parlamentarischer Vorstoss aus dem Kanton Freiburg zeigt: das Thema Fleisch ist delikat.


Publiziert: 01.07.2019 / 16:04

An der Oberstufe des Vivisbachbezirks FR führte die elfte Klasse eine Projektwoche zum Thema "Low Energy" durch. Dabei ging es um einfache und konkrete Möglichkeiten, um die persönliche Umweltbelastung zu verringern.

Aussagen zu Methan hinterfragt

Das Projekt wurde im Rahmen einer Wettbewerbs zum Konsumverhalten («Je consomme, tu consommes, il consomme», der von den Bildungsdepartementen der Westschweizer Kantone unter der Leitung der Stiftung «Environnement et jeunesse» (Umwelt und Jugend) organisiert wurde, 2018 ausgezeichnet. Zwei Freiburger Grossräte, beide Landwirte, reagierten darauf mit einem Vorstoss, da sie die Informationen zum Methanausstoss von lokalem Fleisch " gelinde gesagt verblüfft" habe. 

Kontrolle, Entscheidungsgewalt und Korrektheit

Patrice Jordan (CVP) und Gabriel Kolly (SVP) stellten in ihrem parlamentarischen Vorstoss fünf Fragen (im Folgenden in Kurzfassung):

  1. Wie kontrollieren und unterstützen die Behörden derartige Anlässe?
  2. Wer hat dabei die Entscheidungsgewalt und welche Möglichkeiten gibt es für Schüler*innen und Lehrpersonen, nicht teilzunehmen?
  3. Wurden ungenaue Angaben zu Methanemissionen im Unterricht richtiggestellt?
  4. Es wurden fleischlose Menüs serviert – gab es die Möglichkeit, Fleisch zu essen, wenn man das wollte?
  5. Wie (mit welchen Mitteln und wie häufig) wird der Konsum lokaler Lebensmittel über Informationen in der Schule gefördert?

Bestehende Projekte statt Klimastreik

Die Schuldirektion hat laut Staatsrat dem Projekt zugestimmt. Schliesslich sollte an der Schule als "neutralem Ort des Lernens" aktuelle Themen diskutiert werden. Der Staatsrat weist aber auch daraufhin, dass sich die  Direktion für Erziehung, Kultur und Sport geweigert hatte, Absenzen für den Klimastreik zu gewähren. Man habe stattdessen die Schüler*innen dazu aufgefordert, an laufenden Nachhaltigkeits-Projekten mitzuarbeiten. Das hätten diese denn auch getan.

Zahlreiche Themen behandelt

In der Antwort des Staatsrats ist zu lesen, das fragliche Projekt habe verschiedene Themen in den breiteren Kontext eingebettet behandelt. Die "ungenauen Aussagen" zur Methanemission seien mündlich bei einer Schüler-Präsentation gemacht worden. Es habe sich eine "interessante" Diskussion entwickelt und der stets anwesende Klassenlehrer habe wissenschaftliche Daten zitieren können. 

Die verwendeten Unterlagen seien etwa das Geographiebuch sowie wissenschaftlich zuverlässige Quellen gewesen. Zusätzlich habe ein Assistent der Uni Neuenburg das Projekt begleitet.

Zwei Tage pro Woche mit Fleisch

Da es bei der "Low Energy"-Woche darum ging, möglichst viel Energie zu sparen, sei während dieser Woche nur zweimal Fleisch in der Kantine serviert. Das zeigt laut Staatsrat, dass die Kantineverantwortlichen flexibel seien und gut mit den Schülern zusammengearbeitet habe.

"Agro-Image" gehört zum Standard

Zur letzen Frage der beiden Grossräte schreibt der Staatsrat, im 11. Schuljahr informiere jeweils das Programm von "Agro-Image" über die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.  

Der Staatsrat des Kantons Freiburg plant gemäss Antwortschreiben, er plane die Schüler*innen in die Ausarbeitung eines kantonalen Klimaplans miteinzubeziehen. Ausserdem lobt er sie für ihr Engagement und das gelungene Projekt.

Korrigendum

In diesem Artikel wurde in einer früheren Version fälschlicherweise éducation21 als Organisatorin des Wettbewerbs «je consomme, tu consommes, il consomme» erwähnt. Richtigerweise wird der Wettbewerb von der Stiftung «environnement et jeunesse» durchgeführt, in Partnerschaft mit den Erziehungsdepartementen der sieben französischsprachigen Kantone. Education21 ist ein Jurymitglied und promoviert den Wettbewerb über ihre Plattformen.

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