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Umfrage: Wie steht es um die Arbeitszufriedenheit von Schweizer Landwirtinnen und Landwirten?

Während viel über ökologische Themen in der Landwirtschaft diskutiert wird, kommen die Psyche und das Befinden von Landwirtinnen und Landwirten oft zu kurz, findet Eva Hubschmid. Die Studentin widmet dem Thema ihre Masterarbeit.


Nachhaltigkeit ist ein beliebtes Thema. Mit Blick auf die Landwirtschaft stehen Ökologie und Tierwohl oft im Fokus. Zur Nachhaltigkeit gehört aber auch Soziales, wie etwa die psychische Gesundheit von Schweizer Landwirtinnen und Landwirten. «Das Ziel meiner Masterarbeit ist es, herauszufinden, welche Faktoren eine hohe Arbeitszufriedenheit mitbestimmen», erklärt Eva Hubschmid. Es gehe darum, einen Soll-Zustand zu beschreiben. «Ich möchte wissen, was Bäuerinnen und Bauern wichtig ist, damit sie ihre Arbeit gerne tun und was ihnen Sorge bereitet», so die Berner Geografie-Studentin.

Anfeindungen, fehlende Wertschätzung, Agrarpolitik

Der Hintergrund von Hubschmids Motivation zu dieser Arbeit liegt unter anderem in der erhöhten Suizidrate von Schweizer Landwirten gegenüber Gleichaltrigen mit einem anderen Beruf. Der Druck auf Landwirtinnen und Landwirte ist in der heutigen Zeit laut der Studentin gross: Generationenkonflikte, Anfeindungen wegen Lärm- oder Geruchsemissionen sowie aufgrund des Einsatzes von Pestiziden, fehlende Wertschätzung für die Produkte von Seiten der Abnehmer mit hohen Qualitätsansprüchen oder auch Food Waste. 

«Landwirte schilderten im Gespräch ausserdem, dass durch Richtungswechsel in der Agrarpolitik getätigte Investitionen unbrauchbar wurden», erzählt Hubschmid.

Kein klassischer Fragebogen

Die Geographie-Studentin hat ihre Erhebung nicht als klassische Umfrage aufgebaut. Stattdessen können die Teilnehmenden Aussagen dahingehend beurteilen, wie stark sie für sie persönlich zutreffend sind und diese auch entsprechend zu ordnen. 

Ergebnisse gibt es in einem Jahr

«Manchmal ist es schwierig, praktisch arbeitenden Menschen den Sinn und Nutzen der Wissenschaft zu erklären. Schliesslich sitze ich am Schreibtisch, während Landwirtinnen und Landwirte bei 30 Grad in der Sonne arbeiten», meint Hubschmied. Angesichts der langen Arbeitstage wolle sie nicht unnötig Freizeit wegnehmen. 

Trotzdem wäre sie froh, wenn sich möglichst viele Betriebsleiter und -leiterinnen und deren Partner sich 20 bis 40 Minuten für ihre Erhebung Zeit nehmen würden. 

Eine Diskussion zum Wert der Landwirtschaft anstossen

«Auf persönlicher und praktischer Ebene hoffe ich, dass die Masterarbeit eine Diskussion über die wertvollen und notwendigen Beiträge der Schweizer Landwirtschaft für unsere Gesellschaft anstösst. Dazu gehört auch eine erhöhte Wertschätzung der Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte sowie eine höhere Toleranz gegenüber landwirtschaftlichen Emissionen oder dem allfälligen Einsatz von Pestiziden», erläutert Hubschmid. 

Die Ergebnisse sollen Anfang 2021 vorliegen. Interessierten will die Studentin die Resultate in einer kompakten Zusammenfassung zukommen lassen. 

Machen Sie mit

Was steigert die Freude an Ihrem Beruf als Landwirt oder Landwirtin – und was trübt vielleicht auch mal die Freude an Ihrem Beruf? Was macht Ihnen zuweilen Sorgen? Welche Wünsche haben Sie an eine zukünftige Agrarpolitik?

Derartige Fragen richtet Eva Hubschmid an Betriebsleitende und deren Partner. Die Erhebung dauert zwischen 20 und 40 Minuten, die Daten werden anonym verwaltet.

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