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Trockenheit: 2015 schlimmer als 2003?

Für die Landwirtschaft war 2003 mit dem «Jahrhundertsommer» ein schlimmes Jahr mit erheblichen Ertragseinbussen. 2015 könnte gemäss der Forschungsanstalt Agroscope womöglich noch verheerender werden. Eine mögliche Lösung könnte Präzisionsbewässerung werden.


Im Sommer braucht ein Feld oder ein Obstgarten in unseren Breitengraden durchschnittlich vier Liter Wasser pro Quadratmeter (was 4mm Wasser entspricht). Bei Hitzetagen kann dieser Bedarf auf über sechs Liter steigen. «Die Kulturen sollten daher alle zehn Tage mit mindestens 40 mm beregnet werden, damit sie nicht unter Trockenheit leiden», rechnet Agroscope in einem Communiqué vor. Nur: Diesen Sommer gab es letztmals Mitte Juni nennenswerte Niederschläge, die aber zu wenig intensiv waren.

Wassermangel gefährdet Wachstum

Die Anzahl Hitzetage (über 30°C) bewegt sich inzwischen auf Rekordniveau: In Sion gab es zwei Hitzetage mehr als 2003, in Changins bei Nyon und in Reckenholz bei Zürich beinahe gleich viele Tage. In Sion beläuft sich das Wasser-Defizit für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 21. Juli bereits auf 192 mm – fast 60 mm mehr als 2003 im gleichen Zeitraum. In Changins war das Defizit 10 mm grösser (135 gegenüber 125 mm 2003) und in Reckenholz, wo Trockenperioden eher selten sind, zwar 20 mm kleiner aber immer noch 40 mm.

Im Fall von Reckenholz bedeute dies, dass die Wasserreserven im Boden erschöpft seien, schreibt Agroscope. Bleibt Regen aus, wird der Wassermangel das Wachstum der Pflanzen bald beeinträchtigen. Auch der Anbau neuer Kulturen ist schwierig, solange die Böden zu wenig feucht sind. 

Präzisionsbewässerung als Lösung?

Auch Regionen mit wesentlich trockenerem Klima als die Schweiz produzieren qualitativ hochwertige Ernten. «Dies sollte daher auch bei uns möglich sein», schreibt Agroscope. Dazu müssten die Kulturen zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Menge bewässert werden, unter Berücksichtigung der Art, der Jahreszeit und der aktuellen klimatischen Bedingungen. Voraussetzung dazu seien ausreichende Ressourcen, eine angemessene Infrastruktur zur Bewältigung der Nachfrage und eine wirkungsvolle Steuerung.

Die Lösung sieht Agroscope in Präzisionsbewässerung, welche das Forschungsinstitut derzeit testet. Von Präzisionsbewässerung wird gesprochen, wenn eine Parzelle sowohl mit einem Bewässerungssystem ausgerüstet ist, welches genau kontrollierte Wassermengen verteilt, als auch mit Messgeräten, die den Zeitpunkt und die Dauer der Bewässerung genau aufzeichnen.

Einfache Lösung kostet 1200.- pro Hektare

Einige Bauern sind selbst tätig geworden und haben einfache Ausstattungen angeschafft, die diese Funktion auch können. Die auf die lokalen Bedingungen abgestimmte Bewässerung einer Parzelle kostet so rund 1200 CHF/ha. «Dieser Preis ist angesichts dessen, was bei einer Dürre auf dem Spiel steht, erschwinglich», so Agroscope

Technisch komplexere Systeme bieten die Möglichkeit, den Prozess vollständig zu automatisieren, sodass nur bei Bedarf bewässert wird. Systeme, die praktisch ohne menschliche Interventionen funktionieren, sind heute für einen Preis von rund 3000 CHF/ha auf dem Markt.

jw

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