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Tradition: Die kurze Geschichte des 1.-August-Weggen

Der 1.-August-Weggen ist eine Erfindung des Schweizerischen Bäcker- und Konditorenmeisterverbands aus dem Jahre 1959. Einheitliche Qualität und uniformes Aussehen sollten zum Erfolg führen.


Sie sind vom Bundesfeiertag etwa so wenig wegzudenken, wie Schweizer Flaggen: Die kleinen oder grösseren Brote und Brötchen – jedenfalls seit deren erfolgreicher Lancierung im Jahre 1959. Mit ihrem klar eingeschnittenen Kreuz passen sie schliesslich auch perfekt aufs festlich geschmückte Brunch- oder Znachtbuffet. «Wie die Bundesfeier selbst, die die seit 1899 jährlich zelebriert wird, ist auch der dazugehörige 1. August-Weggen eine 'Erfindung'», heisst es im Verzeichnis des kulinarischen Erbes der Schweiz

Strategische und fokussierte Lancierung

Die backende Zunft in der Schweiz habe das Bedürfnis der Bevölkerung nach einer kulinarischen Spezialität zum 1.August erkannt, heisst es weiter. Der Schweizerisches Bäcker- und Konditorenmeisterverband SBKV sei bei der Lancierung 1959 strategisch und fokussiert vorgegangen.

Für den Erfolg wäre wichtig, dass man die neuen 1.-August-Weggen in allen Bäckereien in derselben Qualität und zum gleichen Preis kaufen kann, war der Verband überzeugt. 

Eher Weggli oder Zopf?

Ganz so einheitlich ging und geht es bei der Herstellung und Vermarktung dann doch nicht (mehr) zu und her. Viele Bäckereien haben ihr Hausrezept entwickelt. Zudem herrscht Uneinigkeit, ob der 1.-August-Weggen eher ein speziell geformtes Weggli oder ein Ableger des Butterzopfs sei. Argumentiert wird mit Butteranteil und Luftigkeit des Teiges. 

Sicher ist, jedenfalls nach den historischen Vorgaben des SBKV, dass kein anderes Fett als Butter in die Weggen gehört.

Keine lange Tradition

Mit ihren Usrprüngen 1959 ist die Tradition der 1.-August-Weggen vergleichsweise kurz. Das Freiburger Safranbrot Cuchaule beispielsweise gibt es laut dem Kulinarischen Erbe der Schweiz seit 1558. 

Auch die Bundesfeier an sich gibt es erst seit 1891, heisst es in diesem Verzeichnis. Früher beschränkte man sich auf abendliches Glockengeläut, später wurden die Festlichkeiten ausgebaut, es kamen Dekoration, Ansprachen, Geselligkeit und Feuerwerk hinzu. Eine Volksinitiative machte den 1. August 1993 zum gesamtschweizerisch arbeitsfreien Tag.

1.-August-Weggen selber machen

Das folgende Rezept stammt von Swissmilk.

Zutaten für 4 kleine Brötchen oder 1 grosses Brot

  • 500 g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 21 g Hefe
  • 65 g Butter
  • 2,5 dl Milch
  • 1 Ei, verquirlt
  • 0,2 dl Milch zum Bestreichen
  1. Mehl und Salz in einer tiefen Schüssel mischen und eine Mulde formen.
  2. Die Hefe in einer Tasse zerbröckeln und mit wenig Milch auflösen. In die Mulde giessen, mit wenig Mehl bestäuben und gehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft.
  3. Butter in einem Pfännchen schmelzen, vom Feuer nehmen und mit der Milch ablöschen. Mit dem Ei zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
  4. 10-15 Minuten kneten, bis der Teig elastisch ist. 1 grosses oder 4 kleine Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
  5. Bei Raumtemperatur 30 Minuten gehen lassen und anschliessend 15 Minuten kühl stellen. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen (Heissluft/Umluft 180°C).
  6. Mit Milch bestreichen und im vorgeheizten Ofen je nach Grösse 20-30 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.
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