Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Tiefere Richtwerte für den Nährstoffanfall in der Mutterkuhaltung entlasten deren Bilanz

Agroscope hat die Richtwerte für den Nährstoffanfall bei Mutterkuhkälbern den neusten Fortschritten der Tierhaltung angepasst und nach unten korrigiert.


Die Richtwerte für die ausgeschiedenen Mengen an Stickstoff und Phosphor sind für die Suisse Bilanz zur Berechnung einer ausgeglichenen betrieblichen Nährstoffbilanz zentral. Nachdem die Richtwerte für Mutterkühe 2016 überarbeitet worden sind, hat das Forschungsinstitut Agroscope auch jene von Mutterkuhkälber basierend auf neunen Markt- und  Verzehrsdaten angepasst. 

Grundfutterverzehr «klar überschätzt»

Agroscope schreibt, man sei mit der Schätzung 2001 von einem zu hohen Grundfutterverzehr ausgegangen. Pro Mutterkulhalb weisen die aktualisierten Richtwerte einen um 33 Prozent tieferen Grundfutterverzehr pro Kalb auf.

Die ausgeschiedenen Mengen an Stickstoff und Phosphor liegen nach der neuen Berechnung für Mutterkuhkälber 29, respektive 7 Prozent tiefer.

11 Prozent weniger Stickstoff

Für die Mutterkuhbetriebe relevant ist, was beim Aufsummieren der Richtwerte für Mutterkuh und Kalb herauskommt. Die summierten neuen Richtwerte sind ebenso wie jene für das Mutterkuhkalb alleine tiefer als 2001 festgelegt:

  • 6 Prozent tieferer Grundfutterverzehr 
  • 11 Prozent weniger Stickstoff
  • 14 Prozent weniger Phosphor

«Durch die neuen Richtwerte wird die betriebliche Nährstoffbilanz von Mutterkuhbetrieben im Vergleich zu 2001 etwas entlastet», schlussfolgert Agroscope. 

Starke Veränderung seit 2001

Die Überarbeitung der Richtwerte zur Nährstoffausscheidung kommt nicht von Ungefähr. Wie die Forschenden von Agroscope schildern, hat sich die Mutterkuhhaltung in der Schweiz in den letzten 19 Jahren stark verändert:

  • Es werden mehr als doppelt so viele Tiere im Programm «Natura Beef« (Schlachtalter 10 Monate) vermarktet
  • Pro Jahr werden 8855 Kälber im 2009 lancierten Label «Natura Veal« (Schlachtalter 5,5 Monate) vermarktet
  • Früher erreichten die rund 10 Monate alten Kälber im Durchschnitt ein tieferes Schlachtgewicht (-6 Kilogramm) und wiesen eine geringere Fleischigkeit (-19 Prozent) auf, hatten aber eine  höhere Fettabdeckung (+9 Prozent). Die gleiche Entwicklung zeige sich auch bei den mit 5,5 Monaten geschlachteten Tiere. 
  • Milchrassen wurden durch Mastrassen ersetzt

Neben diesen Entwicklungen gab es für die neue Berechnung der Richtwerte neue Daten, denn unter anderem der Festfutterverzehr sei bisher unzureichend erfasst gewesen. 

Weitere Informationen:

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Stickstoff- und Phosphorüberschüsse: Müssen die Bauern in Zukunft weniger Tiere halten?
14.11.2019
In der Suisse-Bilanz steht die 10-Prozent-Toleranzgrenze zur Diskussion. Sie soll abgeschafft werden.
Artikel lesen
Die Stickstoff- und Phosphorüberschüsse in der Landwirtschaft sind ein Dauerthema. Nun will der Bundesrat mit der Agrarpolitik 2022+ diesbezüglich strengere Vorschriften für die Bauern einführen. So soll mit der AP22+ eine Reduktion der Stickstoff- und Phosphorüberschüsse um mindestens 10% (bis im Jahr 2025) und um mindestens 20% (2030) festgelegt werden. Eine wirksame Massnahme Um dieses Ziel ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns