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Thurgauer Projekt «AquaSan»: Einträge reduzieren, statt Pflanzenschutzmittel verbieten

Im zweiten Projektjahr konnte das Thurgauer Projekt «AquaSan» erste Indizien zu den Hauptrisikobereichen des Eintrags von Pflanzenschutzmitteln in Gewässer ermitteln.


Dank der Erkenntnisse und der proaktiven Mitarbeit der Landwirtschaft sollen die Projektziele ohne breites Verbot von Pflanzenschutzmitteln erreicht werden, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Thurgau. «AquaSan» hat zum Ziel die die Eintragswege von Pflanzenschutzmitteln in die Gewässer zu eruieren, das Risiko sowie die Belastung durch solche Mittel in Gewässern zu reduzieren und deren Einsatz zu optimieren.

Grosses Interesse von Betrieben

Die Nachfrage an der Projektteilnahme in der Thurgauer Landwirtschaft ist gross. Mehr als doppelt so viele Betriebe wie geplant wurden in die Projektphase aufgenommen. Zum Ende des Projektes im Jahr 2026 sollen rund 100 Landwirte mit über 2000 Hektaren im Einzugsgebiet des Eschelisbachs und der Salmsacher Aach involviert sein.

Das BBZN Arenenberg erklärt in vier Videos, wie man beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln das Risiko eines Eintrags in Gewässer reduzieren kann.

Immer mit Mehraufwand, z. T. mit Nebenwirkungen

Das Projekt testete gemeinsam mit Landwirtschaftsbetrieben erste Massnahmen zur Reduktion der Umweltrisiken durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Dabei zeigte sich, dass die Massnahmen immer mit einem Mehraufwand verbunden sind und die vorherrschende Lehrmeinung nicht immer problemlos in die Praxis transferiert werden kann. Blühstreifen für Nützlinge in Obstanlagen führten zum Beispiel zu grösseren Mäuseschäden.

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