Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Swissuniversities will Tier- und Menschenversuche behalten

Die Initiative gefährde Fortschritt, Innovation und Bildung in den Life Sciences und Biotechnologien in der Schweiz, so die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen (Swissuniversities).


von ots
Publiziert: 18.03.2019 / 10:00

Die Initiative vertrete eine extreme Haltung, die nicht nur die Forschung gefährden würde. Sie würde auch verhindern, dass Menschen und Tiere in der Schweiz von künftigen medizinischen Fortschritten profitieren können.

Leben retten als Ziel

Die Verwendung von Tiermodellen und klinischen Studien sei heute notwendig, um Grundlagenwissen zu erwerben und neue Medizinprodukte und -verfahren zu entwickeln. Dabei bestehe das Ziel stets darin, die Lebensbedingungen zu verbessern und Leben zu retten.

Alternativen werden eingesetzt

Zur Klärung von wissenschaftlichen Fragen stützten sich Forschende auf verschiedene Arten von Modellen. Tierversuche würden nicht als eigenes Projekt durchgeführt, sondern als Teil eines Forschungsprotokolls. Aus ethischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen würden sie nach Möglichkeit vermieden. Unter anderem in der Onkologie, der Neurorehabilitation und der Immunologie, sei der Einsatz von Tiermodellen weiterhin notwendig.

Innovation gefährdet

Es sei illusorisch anzunehmen, dass  ohne Versuche an Menschen und Tieren in den Life Sciences und Biotechnologien weiterhin Fortschritte erzielt und  Wissen ausgebaut werden könnten. Ein Verbot in der Schweiz hätte negative Folgen für die Hochschulen und Universitätsspitäler. Es würde zu einem Verlust von Know-how in der hochspezialisierten Aus- und Weiterbildung  führen und die Innovationsfähigkeit einschränken. Denn diese Bereiche müssten manchmal auf Tiermodelle und klinische Studien zurückgreifen, so der Verein.

Schlecht für die Medizin

Zudem fordert die Initiative das Importverbot von neuen Produkten, für die direkt oder indirekt Tier- oder Menschenversuche durchgeführt wurden. Dieses Verbot würde die Human- und Tiermedizin massiv beeinträchtigen, schreibt Swissuniversities. Neue Behandlungsmethoden, die dank wissenschaftlichem und medizinischem Fortschritt entwickelt werden, wären nicht mehr verfügbar. Diese Therapien könnten weder für die Schweizer Bevölkerung noch für Haus-, Nutz- oder andere Tiere genutzt werden.

Bereits strenge Gesetze

Die Tierversuchsgesetzgebung der Schweiz gehöre zu den strengsten der Welt. Die heutigen gesetzlichen Grundlagen gewährleisteten eine ethisch vertretbare Forschung. Sowohl für Versuch am Menschen als auch Tierversuche gäbe es genügend Vorschriften und Richtlinien, um ethisch vertretbares Handeln zu sichern.

Aufgrund diesr Argumente lehnt Swissuniversities diese Initiative ab. Sie sei extrem und schädlich. Zugleich setze sich Swissuniversities aktiv für einen rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren und Menschen bei In-vivo-Versuchen ein.

sda

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentare (0)
Kommentar erfassen
Windräder als Todesfalle für Insekten
Immer weniger Insekten summen über Felder und Wälder. Bislang wurde vor allem die intensive Landwirtschaft als Hauptschuldige gesehen. Eine aktuelle Studie jedoch zeigt auch einen Einfluss von Windrädern.
Artikel lesen
Erneuerbare Energien sollen die Umwelt schonen, indem sie Treibhausgas-Emissionen verhindern. Aber mit jedem Eingriff in Natur und Landschaft geht man ein gewisses Risiko ein, das Ökosystem zu stören. Im Falle der Windenergie scheinen die Auswirkungen auf Insekten bisher unterschätzt worden zu sein. 24'000 Tonnen gefährdete Insekten Gemäss dem Newsportal «Agrarheute» errechnete eine ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!