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Stürme, Hitze und Käfer sorgen für Ausnahmezustand im Wald

Die Sägereien werden mit Holz überschwemmt, Waldbesitzer haben alle Hände voll zu tun und ein Ende ist nicht absehbar. Der Verband Wald Schweiz fordert nun finanzielle Hilfe von Bund und Kantonen.


Publiziert: 28.06.2019 / 19:54

Die Winterstürme und die sommerliche Trockenheit im letzten Jahr haben laut Wald Schweiz Hunderttausende Bäume absterben lassen. Bereits jetzt ist die Holzkette überversorgt. Die drohenden Schäden durch weitere Trockenheit und den Borkenkäfer waren denn auch grosse Themen an der diesjährigen Delegiertenversammlung der Dachorganisation.

Weiteres Schadholz erwartet

Angesichts der derzeitigen Verhältnisse erwarte man eine grosse Menge Schadholz, schreibt Wald Schweiz in einer Medienmitteilung. Es herrsche geradezu ein Ausnahmezustand in vielen Wäldern, formulierte es Daniel Fässler (Ständerat CVP, AI), der Präsident des Waldeigentümerverbands. Daher sei man bei vorübergehend gesperrten Strassen oder dürren Bäumen auf das Verständnis der Bevölkerung angewiesen.

Bund und Kantone sollen helfen

Da jetzt besonders viel Arbeit anfalle, insbesondere um den Borkenkäfer in Schach zu halten, erhofft sich Wald Schweiz Unterstützung. Bund und Kantone sollen durch flexible Bewilligungsverfahren oder finanzielle Unterstützung die Lage der Waldbesitzer   entschärfen. «Die wirksame Eindämmung einer explosionsartigen Käfervermehrung steht und fällt mit intensiver, flächendeckender Waldbeobachtung und raschem, konsequentem Eingriff bei entdeckten Befallsherden. Es entstehen Kosten, welche die Waldbesitzer mit dem Holzertrag schlicht nicht zu decken vermögen», wird Daniel Fässler zitiert.

Reform der Mitgliederbeiträge

In Zukunft wird eine fixe Abgabe nicht nur auf Sägerundholz erhoben, sondern auf alle geernteten Holzsortimente (inklusive Energie- und Industrieholz). Dafür wurde die Höhe der Abgabe von einem Franken auf 50 Rappen halbiert. Mit dem eingenommenen Geld werden der Dachverband, seine Kantonalverbände und etliche Gemeinschaftswerke und -projekte finanziert. Die Anpassung soll die Einnahmen stabilisieren. Schliesslich werde immer weniger Sägerundholz, dafür mehr Energieholz geerntet, so Wald Schweiz.

Gesamtarbeitsvertrag Forst noch unklar

Mit einer Statutenanpassung wurden die Voraussetzungen für einen gesamtschweizerischen Gesamtarbeitsvertag Forst geschaffen; neu könnte sich Wald Schweiz an einem solchen Projekt als «tariffähiger» Arbeitgeberverband beteiligen. Allerdings wurde noch nicht entschieden, wie es damit weitergehen soll.

 

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