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Studie: Ziegen stellen sich gerne Herausforderungen

Eine Studie hat gezeigt, dass sich Ziegen gerne einer Herausforderung stellen, um eine Belohnung zu erhalten. Diese Erkenntnis könnte auch zur Verbesserung der tiergerechten Haltung beitragen.


Das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt untersuchte, wie sowohl Milchziegen als auch Zwergziegen auf Herausforderungen reagieren. Dazu wurden den Tieren gleichzeitig zwei Belohnungsvarianten angeboten. Während die eine frei verfügbar war, mussten die Ziegen eine Tür öffnen, um an die andere Belohnung zu gelangen, erläutert der SNF in einer Medienmitteilung.

Zwergziegen sind zögerlicher

Die Ziegen haben sich bereitwillig am Experiment beteiligt und waren motiviert, die Schiebetüre zu öffnen, um die Belohnung zu erhalten, schreibt der SNF. In knapp der Hälfte der Fälle wählten die Ziegen die Belohnung hinter der geschlossenen Tür. 53 der 57 Tiere haben sich trotz der frei verfügbaren Belohnung mindestens ein von zehn Mal der Herausforderung gestellt. Während das Interesse an der geschlossenen Tür bei den Milchziegen immer gleich gross war und sie gezielt darauf zugingen, seien die Zwergziegen zu Beginn eher zögerlich. Generell habe sich jedoch gezeigt, dass beide Zuchtlinien gerne Probleme lösen, heisst es in der Mitteilung.

Kognitive Bedürfnisse der Tiere berücksichtigen

Die Resultate beruhen auf dem Prinzip des sogenannten «contrafreeloading», schreibt der SNF. Es beschreibt das Verhalten von Tieren, sich lieber anzustrengen, um eine begehrte Ressource zu finden, als sie vorgesetzt zu bekommen. Das Verhalten sei sowohl bei domestizierten Tieren wie auch wilden Tieren unter anderem in Zoos zu beobachten, erklärt Nina Keil, Studienleiterin und Agroscope-Spezialistin für tiergerechte Haltung. Die Erkenntnisse der Studie könnten auch in der Haltung von Ziegen an Wichtigkeit gewinnen, «denn eine tiergerechte Haltung sollte auch die kognitiven Bedürfnisse von Tieren berücksichtigen», erklärt Nina Keil. Dazu müsse das Experiment aber zuerst unter realen Bedingungen auf einem Bauernhof und über längere Zeit wiederholt werden. Auch müsste sichergestellt werden, dass die Massnahmen einfach in den Arbeitsalltag eingebaut werden könnten, heisst es weiter.

Das Experiment

Für die Studie wurden 30 Milchziegen und 27 Zwergziegen bei Agroscope im Thurgauischen Tänikon getestet. Um das Verhalten nicht durch Hunger zu beeinflussen, hatten die Tiere freien Zugang zu Nahrung. Die Schafe waren bereits daran gewöhnt, eine Schiebetür mit einem Maul zu öffnen. Ausserdem korrespondiere diese Bewegung mit ihrem natürlichen Verhalten beim Durchstöbern von Büschen.

Der Vorgehensweise

  • Die Ziegen wurden jeweils einzeln in einem Raum mit Zugang zu einer offenen und einer geschlossenen Schiebetür platziert. Dazwischen befand sich eine Trennwand.
  • Hinter beiden Türen lag als Belohnung ein Stück ungekochte Pasta.
  • Um an die Pasta hinter der geschlossenen Tür zu kommen, mussten sie diese mit dem Maul beiseiteschieben.
  • Die geschlossene Tür war abwechselnd zufällig links oder rechts.
  • Bei jeder Ziege wurde das Experiment zehnmal wiederholt.
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