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Studie: Soja und Fleisch von illegal gerodeten Flächen in Brasilien nach Europa exportiert

Etwa ein Fünftel der jährlichen Exporte von Soja und Rindfleisch aus Brasilien in die EU stehen in Zusammenhang mit illegaler Abholzung im Amazonas-Gebiet und in der Cerrado-Savanne. Das geht aus einer Studie hervor, die die US-Wissenschaftszeitschrift «Science» am Donnerstag veröffentlichte.


Die Studie mit dem Titel «Die faulen Äpfel der brasilianischen Landwirtschaft» untersuchte anhand von mehr als 800'000 Flächen, wo illegale Abholzung in Verbindung mit Soja-Anbau und Viehzucht steht und wie viel «faule Äpfel» unter den Produkten für die EU landen.

Rund 13,6 Millionen Tonnen oder ungefähr 41 Prozent des importierten Sojas in die EU-Märkte, wo dieses etwa als Schweinefutter verwendet wird, kommen demnach jährlich aus Brasilien.

Zwei Millionen Tonnen illegales Soja pro Jahr in die EU

Während des Untersuchungszeitraums zwischen 2009 und 2017, für den der Durchschnitt herangezogen wurde, könnten zirka zwei Millionen Tonnen Soja im Jahr, die auf illegal gerodeten Flächen angebaut wurden, die EU erreicht haben, davon 500'000 Tonnen aus dem brasilianischen Amazonas-Gebiet.

Ein Dutzend Forscher aus Brasilien, den USA und Deutschland haben die Studie unter der Führung von Raoni Rajão von der Bundesuniversität von Minas Gerais erstellt. Unter anderem die Climate and Land Use Alliance, der brasilianische Rat für Wissenschaftliche und Technologische Entwicklung, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten die Arbeit.

Der Wald brennt und Brasiliens Image leidet

Die Ergebnisse erscheinen in einer Zeit, in der internationale Investoren die Abholzung zunehmend kritisieren und Brasiliens Wirtschaft unter Druck gerät. Vize-Präsident Hamilton Mourão hielt deswegen vergangene Woche eine Videokonferenz mit europäischen Investoren ab.

Nach einem Medienbericht hatten 38 brasilianische und ausländische Firmen die Regierung zu konkreten Schritten gegen die Abholzung aufgerufen. Im brasilianischen Amazonas-Gebiet gab es im Juni die schlimmsten Brände für diesen Monat seit 13 Jahren.

Die Unternehmen sorgen sich offensichtlich um das Image der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas. Beispielsweise treten wegen der Zerstörung des Regenwaldes bereits EU-Länder bei der Umsetzung des Freihandelsabkommens der EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur auf die Bremse.

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