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Studie: Intensive Produktion macht die Landschaft zum Megastore – mit Folgen

Wird Land- und Forstwirtschaft intensiv betrieben, steigen zwar die Erträge, es gehen aber ökologische Wechselwirkungen verloren. Darunter leide die Qualität, sagen Forschende.


Eine grosse Artenvielfalt ermöglicht verschiedene «Ökosystemdiensteistungen», wie z. B. die Reinigung von Luft und Wasser, den Schutz vor Erosion oder die Produktion von Lebensmitteln. Diese Wechselwirkung zwischen Biodiversität und ökologischen Funktionen ist bekannt. Eine neue Studie mit Berner Beteiligung zeigt nun, dass sich derartige Wechselwirkungen je nach Intensität der Land- oder Forstwirtschaft ändern.

Tiefere Intensität bringt grösseren Mehrwert

Die Forschenden konnten anhand der Untersuchung von 300 Wiesen und Wäldern und Deutschland zeigen, dass bei intensiverer Nutzung die Synergie zwischen der Produktion (z. B. von Holz oder einer Ackerkultur) und Funktionen des Ökosystems abnimmt. So kann bei schonenderem Umgang sowohl materiellerer Nutzen aus Wald und Boden gezogen werden, als auch die Biodiversität erhalten. Letzteres bringt Vorteile wie etwa eine bessere Bestäubung, tieferer Schädlingsdruck oder weniger Krankheiten mit sich.

Bei intensiver Landnutzungen gehen laut der Mitteilung der Uni Bern Wechselwirkungen im Ökosystem verloren, was der Artenvielfalt schadet und die anderen Ökosystemdiensteistungen schmälern kann.

Vom Fachgeschäft zum Megastore

Die Studien-Autoren illustrieren die Intensivierung mit dem Gegensatz von Fachgeschäften und Megastrores. In Ersteren gibt es nur wenige, dafür hochwertige Produkte, während in grossen Megastores mehr Artikel, dafür aber von geringerer Qualität erhältlich sin. 

«Wie in jeder Stadt ist es in Ordnung, ein paar Megastores zu haben, aber wir können auch die kleineren hochwertigen Geschäfte nicht vernachlässigen. Wie in unseren Landschaften müssen wir Bereiche mit geringer Flächennutzungsintensität beibehalten, um diese spezialisierten Artikel anbieten zu können», erklärt Eric Allen, Letztautor der Studie. Demnach müsste es in einer Landschaft idealerweise beides geben, also natürlichere Flächen zwischen intensiv genutzten Parzellen.

Frühwarnsystem für Veränderungen im Ökosystem

Der Ansatz, die Wirkung der Landnutzungsintensität auf  Wechselwirkungen innerhalb von Ökosystemen zu untersuchen, ist laut der Uni Bern neu. Das Erkennen von Verlusten an Beziehungen wischen Biodiversität und Ökosystemleistungen könne als eine Art Frühwarnsystem für ungute Veränderungen dienen.  

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