Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Studie: In der Schweiz wird im Sommer künftig das Wasser knapp

Untersuchungen des Bundes zeigen, dass der Klimawandel weitreichende Konsequenzen auf den Wasserhaushalt in der Schweiz haben wird. Es gilt, Wasser zu sparen und zu schützen.


Die Resultate des Projekts Hydro-CH2018 zeigen, dass die vergangenen heissen Sommer in der Schweiz keine Ausnahme sein werden. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt seien grösser, als bisher angenommen, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamts für Umwelt. Es werde zwar keinen generellen Wassermangel geben, wohl aber regional und saisonal. 

Vier Haupttrends

Die Forschenden aus über 15 renommierten Schweizer Institutionen haben vier Trends ausgemacht, wie sich das Wasserregime verändern wird. Je nach dem, wie effektiv der Klimawandel mit Klimaschutzmassnahmen gebremst werden kann, werden sie unterschiedlich stark ausfallen. 

Weniger Schmelzwasser: Im Winter fällt eher Regen als Schnee und zudem grössere Mengen als heute. Schwindende Gletscher und weniger Schnee bedeuten weniger Wasserreserven für den Sommer, es gibt weniger Schmelzwasser in den Gewässern. Bäche, Flüsse und Seen erwärmen sich.

Sommerliche Knappheit: Die Sommer der Zukunft werden heisser und trockener. Vor allem in der Landwirtschaft werde es zu wenig Wasser für die Pflanzen in ihrer Wachstumsphase geben. Daher müsse gezielt, sparsam und effizient bewässert sowie robuste Sorten und Kulturen angebaut werden. Zwar ist das Grundwasser gemäss Mitteilung weniger empfindlich auf Trockenheit als Flüsse und Seen, aber auch diese Ressource könne regional knapp werden.

Mehr Naturgefahren: Die Gefahr für Überschwemmungen und Rutschungen steigt, weil es einerseits heftiger regnen werde und andererseits stabilisierendes Eis (Permafrost) auftaut. In der Folge sind gemäss den Forschenden steile Gebirgsflanken und Bauten im Hochgebirge weniger stabil. Hier müsse man Vorkehrungen treffen, etwa mit Schutzmassnahmen wie Hochwassersperren.  

Biodiversität leidet: Das wärmere Wasser, sinkende Pegel und schlechte Durchmischung in Seen setzen die Biodiversität im und am Wasser zu. Je naturnäher ein Gewässer ist, desto besser könne es aber auf die Klimaerwärmung reagieren. Seen, Bäche und Flüsse müssten daher vor übermässiger Nutzung geschützt werden, damit sie auch in Zukunft als Lebensraum dienen können. 

Doppelter Waserbedarf

Gemäss Hydro-CH2018 wird sich der landwirtschaftliche Wasserbedarf ohne Klimaschutz-Massnahmen bei gleichen Sorten und Anbauflächen bis Ende des Jahrhunderts verdoppeln. Der Anstieg könnte noch grösser ausfallen, wenn wasserintensive Sorten gepflanzt und grössere Flächen genutzt werden. 

Daniel Hunkeler von der Uni Neuchâtel sieht in der Verschmutzung von Grundwasser allerdings ein grösseres Problem, als in der künftigen Verknappung. Denn nur wenn die Ressourcen in guter Qualität verfügbar und ausreichend vernetzt sind, könne bei regionalem Mangel auf andere Quellen ausgewichen werden. 

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Bundesrat aktualisiert Aktionsplan zum Klimawandel
20.08.2020
Hochwasser, Murgänge, Hitze und Schäden an der Infrastruktur: Die Bewältigung des Klimawandels wird die Schweiz Milliarden kosten. Nun hat der Bundesrat seinen Aktionsplan angepasst, mit dem Katastrophen besser vorgebeugt und die Folgen minimiert werden sollen.
Artikel lesen
Der am Mittwoch vom Bundesrat verabschiedete Aktionsplan für die Jahre 2020 bis 2025 enthält 75 konkrete Massnahmen. Bereits im Frühjahr 2014 hatte der Bundesrat einen ersten Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet. Dieser beinhaltete 63 Massnahmen - unter anderem in der Landwirtschaft und im Tourismus. Mit dem neuen Aktionsplan würde die Umsetzung der Strategie fortgesetzt, ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns