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Studie: Für das Überleben des Braunkehlchens trägt die Schweiz die Verantwortung

Die Bestände des Braunkehlchens gehen in ganz Europa stark zurück. Für das Überleben der Art spielt die Schweiz eine Schlüsselrolle.


Um eine vom Aussterben bedrohte Art retten zu können, müssen die Gründe für den Rückgang der Bestände bekannt sein. Daher ging eine Studie im Auftrag der Vogelwarte Sempach der Frage nach, weshalb es vielen Vögeln des Landwirtschaftsgebiets schlecht geht, die in Afrika überwintern. Es galt herauszufinden, ob z. B. zu wenige Vögel den Winter in Afrika überleben.

Drei Möglichkeiten abgeklärt

Grundsätzlich gebe es drei Möglichkeiten, weshalb eine Population zurückgehen könne, schreibt die Vogelwarte in einer Mitteilung: 

  • Abwanderung in andere Gebiete
  • Sinkende Überlebensrate (Überwinterung in Afrika)
  • Rückläufiger Bruterfolg (in der Schweiz)

Im Falle des Braunkehlchens konnten die ersten beiden Sachverhalte als Gründe ausgeschlossen werden.

Es liegt am Bruterfolg – und damit an der Landwirtschaft

Gegen die Abwanderung in andere Gebiete spricht, dass die Braunkehlchen-Bestände in ganz Europa zurückgehen. Eine sinkende Überlebensrate konnte mit Daten von beringten Vögeln widerlegt werden. Tatsächlich waren sogar die Populationen mit den höchsten Überlebensraten jene mit den grössten Rückgängen.

Somit muss der fortschreitende Verlust dieser Vogelart auf rückläufigen Bruterfolg zurückgeführt werden, der massgeblich von der Landwirtschaft beeinflusst wird. 

Platz schaffen zum Brüten und Nester verschonen

Um dem Braunkehlchen zu helfen, empfiehlt die Vogelwarte eine Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Düngern. So bleiben Insekten als Nahrungsgrundlage verfüg- und erreichbar. Mit weniger Dünger wächst das Gras weniger dicht und muss seltener geschnitten werden. 

Um die Nester des Bodenbrüters nicht zu vermähen, sollte man je nach Höhenlage erst zwischen Anfang und Ende Juli das erste Mal das Gras schneiden. 

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