Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Studie: Asteroiden-Crash steigerte Artenvielfalt auf der Erde

Rund 150 Kilometer gross war der Asteroid, der vor Hunderten Millionen Jahren weit weg zwischen Mars und Jupiter zermahlen wurde. Der Crash bedrohte das irdische Leben erst - und liess es dann erst recht erblühen.


Eine grosse Kollision im Asteroidengürtel hat vor 470 Millionen Jahren eine Eiszeit auf der Erde ausgelöst - und damit der Artenvielfalt einen enormen Schub gegeben. Das schliessen Forscher aus der Analyse von Meeressedimenten in Schweden und Russland. Der Asteroidenstaub aus der Kollision hat sich demnach über das Sonnensystem verteilt und so die Sonneneinstrahlung auf der Erde deutlich abgeschwächt, wie die Gruppe um Birger Schmitz von der Universität Lund in Schweden im Fachblatt "Science Advances" berichtet.

Staubsaugerbeutel zerschmettern

"Es ist vergleichbar damit, mitten im Wohnzimmer einen Staubsaugerbeutel zu zerschmettern, nur in einem viel grösseren Massstab", erläuterte Schmitz. Sein Team hatte extraterrestrisches Material in Kalkstein aus Kinnekulle in Südschweden und dem russischen Fluss Lynna nahe St. Petersburg identifiziert und untersucht. Dank des Heliumanteils liessen sich diese kosmischen Chromit-Staubkörnchen auf die Zeit vor 470 Millionen Jahren datieren. Damals sei ein rund 150 Kilometer grosser Asteroid im Bereich zwischen den Planeten Mars und Jupiter zermahlen worden.

Strategien gegen Klimaerwärmung

Die Abschattung durch den extraterrestrischen Asteroidenstaub habe eine Eiszeit ausgelöst oder zumindest verstärkt, argumentieren die Forscher. "Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass solcher Staub die Erde bisweilen drastisch gekühlt hat", so Schmitz. Die plötzliche Abkühlung habe den Meeresspiegel deutlich sinken lassen und die Meereslebewesen gezwungen, sich an die neuen Klimazonen anzupassen, was zu spektakulärer Artenvielfalt in den Weltmeeren geführt habe. Nach dem Asteroiden, dessen Einschlag vor 66 Millionen Jahren das Ende der Dinosaurier einläutete, sei dies das zweite konkrete Beispiel dafür, wie das irdische Leben von astronomischen Ereignissen beeinflusst werde.

Die Astronomen glauben, dass ihre Erkenntnisse auch helfen könnten, bestimmte Strategien gegen die Klimaerwärmung besser einzuschätzen. So scheine es Modellrechnungen zufolge möglich, Asteroiden ähnlich wie Satelliten in einer Umlaufbahn um die Erde zu platzieren, damit sie dort kontinuierlich Staub abgeben und das Sonnenlicht etwas abschatten. Die Untersuchung seines Teams könne helfen zu beurteilen, ob solche Modellsimulationen realistisch seien, meint Schmitz.

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Temperatur bestimmt die Verteilung der Artenvielfalt
22.12.2016
Im Flachland tummelt sich eine Fülle verschiedener Arten, in der Höhe ist ihre Zahl eher überschaubar. Eine Studie mit Beteiligung der Universität Bern zeigt nun, dass vor allem die Temperatur für diese ungleiche Verteilung verantwortlich ist.
Artikel lesen
Das Team aus Schweizer und deutschen Forschern unter Leitung der Universität Würzburg hat sich eine Kernfrage der Ökologie vorgenommen, die bis heute kontrovers diskutiert wird: Warum gibt es in den Tropen mehr Arten als in höheren Breiten? Und analog: Warum gibt es im Flachland mehr Arten als in der Höhe? Es gibt dazu verschiedene Hypothesen, die beispielsweise das Nahrungsangebot, die ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!